Dienstag, 1. April 2003

Rene Aufhauser ist Krankls Mann für alle Fälle

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  • PLUS die ABSTIMMUNG: Was schafft Österreich in Prag?

Fußball mit Herz und Engagement will Hans Krankl von seinen Burschen sehen. Über diverse Mängel und fehlende Routine kann der ÖFB-Teamchef leichter hinwegsehen als über fehlenden Kampfgeist. Kein Wunder, dass einer der Sorte "Kampf- und Laufmaschine" der Marathon-Mann von Krankl ist. Rene Aufhauser hat beim ersten Spiel des neuen Teamchefs im März des Vorjahres gegen die Slowakei (2:0) debütiert und ist der Einzige, der alle neun Spiele unter Krankl bestritten hat.

"Er ist schlechthin der defensive Mittelfeldmann, der sich auch nicht scheut, weite Wege nach vorne zu gehen", begründete Krankl, warum er Aufhauser zum Teamspieler machte. Der dankte es meist mit soliden Leistungen, so wie am vergangenen Mittwoch gegen Griechenland, als der GAK-Spieler nach der Pause allerdings zurück fiel. "Ich bin ein Typ, der im Spiel alles gibt, bis zur letzten Minute kämpft. Das sind meine Stärken, und das ist jetzt im Team gefragt", weiß Aufhauser, warum er beim Teamchef einen großen Bonus hat.

Der 26-Jährige ist auch in Prag gesetzt, mit Thomas Flögel soll er im zentralen, defensiven Mittelfeld dicht machen. Gegen Griechenland hat das nicht nach Wunsch geklappt. "Da haben wir sie zu oft durchspielen lassen, dadurch ist die zentrale Abwehr zu sehr unter Druck geraten. Wir müssen die Feinabstimmung verbessern und den Gegner auf die Seite zwingen", sagt Aufhauser.

Bei internationalen Stars wie Pavel Nedved oder Tomas Rosicky keine leichte Aufgabe, die in Prag wartet. "Man sieht sie jede Woche im Fernsehen, daher kennt man sie. Wir werden sehr viel Laufarbeit brauchen und die Aufstellung im Spiel muss passen. Wir dürfen ihnen nicht zu viel Platz lassen und früher attackieren, damit sie nicht die Chance haben, den entscheidenden Pass zu spielen", sagt der neunfache Teamspieler.

Noch einmal will er im Sparta-Stadion jedenfalls nicht unter die Räder geraten. Am 27. März 1997 war Aufhauser mit Salzburg bei Sparta Prag chancenlos und schied nach einem 0:3 (Hinspiel 0:0) in der Champions League-Qualifikation aus. "Daran will ich mich nicht so erinnern", sagt er.

1.4.2003 10:14