Schumacher in Brasilien am Scheideweg
- Doch Schumi bleibt vor 700. GP der Geschichte ruhig
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·Schumi sauer
'Renningenieur Dyer nicht gefeuert'
·"Ein Witz"
Barrichello hat was gegen "HANS"
·FIA beharrt
F1-Fahrer müssen HANS tragen
·B. Ecclestone
Auch 2005 kein F1- GP in Österreich
·Malaysia-GP
Räikkönen feiert
1. Grand-Prix-Sieg
·Malaysia-Bilder
Räikkönens 1. Sieg und Schumis Crash
Michael Schumacher steht nach seinem verpatzten Saisonstart beim 700. Grand Prix der Formel-1-Geschichte in Sao Paulo schon am Scheideweg. Wenn sich der fünfmalige Weltmeister auch beim GP von Brasilien am Sonntag (19.00 MESZ/live in ORF 1) durch eigene Fehler wie in Australien und Malaysia selbst um jede Siegchance bringt und die Silberpfeil-Rivalen Kimi Räikkönen und David Coulthard erneut triumphieren, fährt der WM-Zug vorerst ohne ihn ab.
"Es wird hart, keine Frage", sagte Schumacher und sprach von einer schwierigen Situation. Er sah aber keinerlei Grund zu hektischem Aktivismus, Krisengejammer oder gar Resignation. Trotz der Kritik der italienischen Presse bleibt Schumacher gelassen und lässt sich vom schlechtesten Saisonstart seiner Karriere nicht aus der Fassung bringen.
"Man darf aus Rennen, die nicht perfekt gelaufen sind, keine falschen Schlüsse ziehen", wies er die Vorwürfe nüchtern zurück. "Unser altes Auto hat immer noch Siegpotenzial." Der 64-malige GP-Sieger vertraut auch in Sao Paulo - zum wohl letzten Mal - auf das überarbeitete Vorjahresmodell F2002. In Melbourne sei der Ferrari der schnellste Rennwagen gewesen und in Sepang seien Teamkollege Rubens Barrichello und er die schnellsten Runden gefahren.
Am Sonntag hofft Schumacher im Autodromo Jose Carlos Pace auf die sportliche Wende. In den zurückliegenden Jahren war dies jedenfalls meist der Fall. Schumacher gewann auf dem Pilot und Material äußerst strapazierenden 4,309 km langen, holprigen Berg-und-Tal-Kurs, auf dem gegen den Uhrzeigersinn gefahren wird, schon vier Mal und konnte sich bis auf 1997 immer auf dem Podium platzieren. Auf keiner anderen Strecke hat der Rheinländer bei elf Starts immer gepunktet.
Auch im Vorjahr hatte Schumacher dort die "Wende" geschafft. Damals hatte nach dem Williams-BMW-Doppelsieg von Malaysia bereits alles auf eine große Herausforderung des Berger-Teams getippt, doch mit dem damals neuen F2002 hatte Schumi in Brasilien dann seinen vierten Sieg gefeiert. Am Ende der Saison standen elf Siege zu Buche, Williams-BMW gewann kein weiteres Rennen mehr. "Die Situation ist durchaus vergleichbar. Auch damals hat uns niemand den Sieg in Interlagos zugetraut", erinnert sich Schumacher.
Einen Strich durch die Hoffnungen könnte ihm vor allem das McLaren-Mercedes-Duo machen. Völlig überraschend beherrschen die Silberpfeile bislang das Geschehen. "Iceman" Räikkönen, den Schumacher als "potenziellen Champion" einstuft, sonnt sich nach seinem dritten Platz von Melbourne und seinem ersten Grand-Prix-Sieg in Sepang mit 16 Zählern an der Spitze der WM-Wertung vor seinem schottischen Teamkollegen Coulthard (10). Schumacher (8) folgt mit vier weiteren punktgleichen Fahrern dahinter.
"Wir haben bewiesen, dass wir Ferrari schlagen können. Warum sollte uns das nicht auch in Brasilien gelingen", kündigte der finnische Jungstar den nächsten Coup gegen den deutschen Champion an. "Jetzt will ich um den Titel kämpfen." Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug warnte trotz des perfekten Auftakts vor übersteigerten Erwartungen: "In Sao Paulo kann es völlig anders laufen. Nach u
