Montag, 31. März 2003

Schumachers Renningenieur nicht gefeuert

  • Schumacher vor dem GP von Brasilien: "Es wird hart"
  • PLUS: Alles über das Formel-1-Wochenende in Malaysia

Als "kompletten Blödsinn" hat Formel-1-Weltmeister Michael Schumacher Meldungen dementiert, er habe vor dem Grand Prix von Brasilien seinen Renningenieur Chris Dyer entlassen und durch Luca Baldisseri ersetzt. "Chris Dyer ist und bleibt mein Renningenieur", betonte der Ferrari-Pilot am Dienstag. "Weder ist er mein Chef-Mechaniker, noch wurde er gefeuert - schon gar nicht von mir." Der australische Techniker war in einer deutschen Boulevard-Zeitung, die den angeblichen Rausschmiss Dyers gemeldet hatte, als Schumachers Chef-Mechaniker bezeichnet worden.

Verhalten optimistisch schätzt Michael Schumacher seine Chancen beim Großen Preis von Brasilien ein. "Es wird hart, keine Frage, aber wir können gewinnen", teilte der fünfmalige Formel-1-Weltmeister am Montag auf seiner Internet-Homepage mit. Nach den beiden selbst verschuldeten Auftaktpleiten in Australien und Malaysia steht der Ferrari-Star in Sao Paulo gehörig unter Druck. Bei einer erneuten Niederlage droht dem haushohen Titelfavoriten, weiter an Boden gegenüber dem führenden McLaren-Mercedes-Duo Kimi Räikkönen und David Coulthard zu verlieren.

Schumacher geht davon aus, dass der dritte Saisonlauf am Sonntag für ihn wie zuletzt Malaysia "ein schwieriges Rennen" wird. In Sepang hatte er nur den sechsten Platz belegt. Der holprige Berg-und-Tal-Kurs im Autodromo Jose Carlos Pace war für den 34 Jahre alten Deutschen dagegen bisher immer ein gutes Pflaster. Vier Siege feierte Schumacher schon in Sao Paulo und fuhr bei elf Starts bis auf 1997 (Fünfter) immer aufs Podium.

Ferrari mit dem alten Auto
Auch in Sao Paulo setzt Ferrari das überholte Vorjahresmodell F 2002 ein. Das neue F 2003-GA-Modell soll beim Heimrennen am Osterwochenende in Imola debütieren.

Schumi begrüßt Verschiebung
Schumacher begrüßt es, dass der Internationale Automobilverband FIA das beschlossene Verbot der elektronischen Fahrhilfen auf die kommende Saison verschoben hat. Ursprünglich sollten die Teams Traktionskontrolle, Startautomatik und automatisches Getriebe schon beim britischen Grand Prix (20. Juli) aus den Rennwagen verbannt werden. Er halte die Verschiebung für "vernünftig", sagte der 64-fache GP-Sieger. "Es ist einfach besser, wenn man sich in Ruhe und zielgerichtet darauf vorbereiten kann." Schließlich sollten durch die neuen Regeln Kosten gesenkt werden.

Neuer Qualimodus unbeliebt
Außerdem erklärte Schumacher, dass ihm der alte Qualifikationsmodus mit vier schnellen Rundenversuchen beim Abschlusstraining am Samstag lieber gewesen sei. Seit diesem Jahr haben die Piloten beim Einzelzeitfahren am Freitag und Samstag nur noch je einen Versuch. Zuletzt hatte sich Formel-1-Chef Bernie Ecclestone für eine Änderung der neuen Regel ausgesprochen.

31.3.2003 13:49
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