Pantani wegen hohen Hämatokrit-Werten vor Gericht
- Prozess in norditalienischer Stadt Tione hat begonnen

Die Justizprobleme des italienischen Radprofis Marco Pantani scheinen kein Ende zu nehmen. Eine Woche nach seinem Comeback nach 300 Tagen Rennpause wegen Dopings hat am Freitag in der norditalienischen Stadt Tione bei Trient ein Prozess gegen den Radstar wegen Verletzung der Anti-Doping-Gesetze und Betrug im Sportbereich begonnen. Bei diesem Verfahren geht es um die zu hohen Hämatokrit-Werte, wegen denen Pantani im Juni 1999 nicht zum Start der 21. Etappe des Giro d'Italia zugelassen worden war.
Die UCI-Kontrollore hatten damals vor den abschließenden zwei Bergetappen die ersten 15 des Gesamt-Klassements kontrolliert. Der "Pirat" hatte die Richtigkeit der UCI-Dopingtests angezweifelt und seine Unschuld beteuert. Pantanis Rechtsanwälte behaupten, die von der Staatsanwaltschaft in Trient nach den UCI-Kontrollen beschlagnahmte Blutprobe des Radprofis sei nicht korrekt beschriftet gewesen.
Der 33-Jährige Pantani, der vergangene Woche für das italienische Team Mercantone Uno-Scanavino an der "Coppi & Bartali"-Rennwoche teilgenommen hatte, hat weitere Schwierigkeiten mit der italienischen Justiz. Am 5. Juni beginnt in Padua der erste von zwei Dopingprozessen nach der großen Dopingrazzia beim Giro d'Italia 2001.
Cannes21:21
Zweite Goldene PalmeMichael Haneke gewinnt mit "Amour" den Hauptpreis bei den Filmfestspielen
Familiendrama in St. Pölten15:23
Bluttat: Bub ist totÄrzte kämpften erfolglos: Achtjähriger Bub nach Kopfschuss gestorben
