VÖS-Asse bereiten sich auf Saison-Höhepunkte vor
- Nadarajah in Stanford, Jukic in Sierra Nevada

Das Gros der österreichischen Schwimm-Asse nützt den Meeting freien April für Trainingscamps im Ausland. Den Anfang macht am Freitag Fabienne Nadarajah, die Wienerin fliegt nach Stanford. Am Donnerstag reist Mirna Jukic in die Sierra Nevada, tags darauf geht es für Maxim Podoprigora nach Auschwitz, einen weiteren Tag später nimmt Petra Zahrl den Flieger nach Kreta. Der wie die Wienerin bereits für die WM qualifizierte Hannes Kalteis bleibt hingegen vorerst ebenso wie Judith Draxler in der Heimat.
Die weiteste Reise macht also Nadarajah. Die 17-Jährige bleibt bis zum Ostersonntag in der US-Heimat von Markus Rogan und wird dort gemeinsam mit der äußerst talentierten Marilies Demal und einigen anderen Nachwuchs-Hoffnungen einen Lehrgang mit dem dortigen Damen-Team absolvieren. Mit von der Partie ist SV-Schwechat-Trainer Robert Michlmayr, er will sich bei der Gelegenheit mit Rogans Stanford-Coach Skip Kenney unterhalten. Michlmayr übernimmt ja außerhalb der USA die Betreuung des Vize-Europameisters.
Nadarajah legt das Hauptaugenmerk nach dem US-Trip auf die Juni-Wettkampfphase. Beim Wiener Austria-Meeting Anfang Mai wird die EM-Sechste zwar schwimmen, doch will sie erst beim letzten Limit-Termin über 50 m Delfin auf die Norm für die Weltmeisterschaften vom 13. bis 27. Juli in Barcelona losgehen. "Da ist die geforderte Zeit zwar etwas niedriger, doch wenn sie die 27,4 nicht schwimmt, kann sie bei der WM sowieso nichts erreichen", sagt Michlmayr nüchtern.
Jukic wird wie geplant drei Wochen in Spanien verbringen, obwohl der sie betreuende Leistungsdiagnostiker Hans Holdhaus nach dem optimalen Camp um den Jahreswechsel auf dem Goldeck die Sinnhaftigkeit in Frage gestellt hat. Jukic wird mit ihrem Bruder Dinko und fünf weiteren Austria-Wien-Schwimmern in etwa 2.100 m Seehöhe wohnen und rund 250 m höher im Trainingslager des Spanischen Olympischen Komitees trainieren. Holdhaus stößt am Mittwoch nach Ostern (23.) dazu. In Kärnten war die Europameisterin ja auf 480 m geschwommen.
Vater Zeljko Jukic wird das Training natürlich wie gewohnt leiten, er hat sieben bis acht Trainingseinheiten pro Woche geplant. "Wir werden bis 1. Mai bleiben und Mirna wird die Tage danach gleich das Austria-Meeting schwimmen", erklärt der Coach. Zwei Wochen danach wird Jukic beim Akropolis-Meeting in Athen, weitere zwei Wochen in Kranj starten, ehe es nach Monte Carlo geht.
Podoprigora wird wie schon öfters mit Trainer Andrzej Szarzynski in einer Halle in Auschwitz an seiner Form arbeiten. "Da wissen wir, dass wir gute Bedingungen haben. Sebastian Stoss wird auch dabei sein, Lukas Ostermaier fehlt leider wegen einer Kiefer-Operation", sagt Szarzynski. Nach dem Austria-Meeting wird Podoprigora für ein Event nach Auschwitz zurückkehren, ehe es am 18. Mai zu einem dreiwöchigen Höhen-Trainingslager in die Pyrenäen nach Font Romeu geht. Da wird dann auch Kalteis mit dabei sein. Danach geht's nach Monte Carlo.
Draxler muss auf ein Camp verzichten, dennoch will sie Anfang Mai in Wien das WM-Limit erbringen. "Vor dem Quali-Meeting in Linz war sie leider krank, daher hat's nicht geklappt", meint Bruder und Trainer Alfons Draxler. Zahrl kann sich dagegen schon konzentriert auf den Saison-Höhepunkt vorbereiten, auf Kreta wird sie zwei Wochen lang mit einigen Nachwuchsleuten im aeroben Bereich arbeiten. "Wenn wir zurückkommen, sollte sie schon wieder Rekorde schwimmen können", hofft Trainer Kurt Dittrich.
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