Richter-Libiseller/Reiff bei Hallen-EM in Stockholm
- Top-Taktik soll VÖS-Duo Medaille bringen
- Genesene Richter ohne große Einzel-Erwartungen

Die österreichischen Wasserspringerinnen Anja Richter-Libiseller und Marion Reiff bestreiten am Wochenende in Stockholm den Höhepunkt der Hallen-Saison. Der European Champions Cup gilt als inoffizielle Hallen-EM und vereint die europäische Spitzenklasse. Im Turm-Einzel am Samstag (Finale ab 15.45 Uhr) macht sich Richter als Österreichs einzige Starterin in diesem Bewerb keine großen Hoffnungen, dafür rechnet sich die Wienerin am Sonntag gemeinsam mit Reiff im Turm-Synchro-Bewerb (16.50) Einiges aus.
Für Richter ist es der erste Wettkampf seit dem Saison-Start beim Grand-Prix-Auftakt Mitte Februar in Adelaide. Danach wurde sie vom Pfeifferschen Drüsenfieber außer Gefecht gesetzt, in den vergangenen zwei Wochen trainierte die 25-Jährige aber schon wieder voll. "Wir haben uns jetzt einmal auf Synchron konzentriert, im Einzel erwarte ich mir daher noch nicht sehr viel", erklärte Richter. Das Duo befindet sich seit Mittwoch in der schwedischen Hauptstadt.
Synchron müssen die Österreicherinnen bzw. ihr Trainer Michael Worisch taktisch geschickt agieren, das bedingt der Modus. In der Vorrunde werden zwei Pflichtsprünge und ein Kürsprung absolviert, die besten vier Teams steigen in die nächste Runde auf. Dann geht es mit einem Sprung weiter, der Vierte scheidet aus. Im Vorjahr ereilte Richter/Reiff dieses Schicksal, dem wollen sie diesmal entgegen wirken: "Wir werden in dieser Phase die zweieinhalb Delfin gehechtet springen und hoffen, damit weiter zu kommen", meint Richter.
Sollte das VÖS-Gespann dieses Ziel erreichen, wäre das Ziel einer EM-Medaille erreicht. Danach scheidet bei einem weiteren Sprung noch ein Team aus, ehe die Top Zwei den Titel untereinander ausmachen.
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