Dienstag, 1. April 2003

Lazio-Spieler bekommen Oktober- & November-Gehalt

  • Traditionsklub weiter schwer angeschlagen

Die Spieler des italienischen Fußball-Erstligisten Lazio Rom können aufatmen. Der von der Pleite bedrohte Klub kündigte am Dienstag an, ausstehende Gehälter aus den Monaten Oktober und November des Vorjahres zu bezahlen. Seit Herbst 2002 hatten die Profis kein Geld mehr erhalten. Lazio zahle die Spieler mit den eingetroffenen Einnahmen aus dem Pay-TV-Vertrag mit dem italienischen Fernsehsender Stream, berichtete die "La Gazzetta dello Sport" am Dienstag.

Die Lage bei Lazio bleibt weiter kritisch. Nachdem der Lebensmittelkonzern des Lazio-Besitzers Sergio Cragnotti in Zahlungsunfähigkeit geraten ist, sucht ein Bankenkonsortium einen Käufer für den zum Gesamtkonzern gehörenden Fußballklub. Bisher hat sich noch kein ernsthafter Kaufinteressent für den Meister von 2000 gefunden.

Gelingt es den Banken nicht, den hoch verschuldeten Verein zu sanieren und dann zu verkaufen, droht Lazio das Schicksal des Traditionsvereins AC Fiorentina, dem ehemaligen Arbeitgeber von Österreichs Torhüter Alexander Manninger. Dieser war im vergangen Jahr in Konkurs gegangen und spielt nun unter neuem Namen in der dritten Liga.

1.4.2003 14:19