Bush und Blair wollen sich auf Vorgehen im Irak einigen
- Tausende demonstieren in der Nähe des Tagungsortes
- BILDER: Kampf und Zerstörungen rund um Bagdad (Kasten)
·Irak-BILDER
170.000 Kunst-werke sind verloren
·Spitäler sind voll
Lage im Irak ist "dramatisch"
·IRAK-KRIEG
Meinung posten & durchklicken!
·Die Irak-Hilfe
Online spenden per Mausklick!
·Mitreden!
Diskutieren Sie mit anderen Usern!
US-Präsident George W. Bush ist am Montag zu zweitägigen Gesprächen über die Zukunft des Iraks mit dem britischen Premierminister Tony Blair in Nordirland zusammengetroffen. Blair empfing Bush am Abend auf Schloss Hillsborough bei Belfast. In der Nähe des Tagungsortes demonstrierten mehrere tausend Menschen gegen den Krieg im Irak.
Bei den Beratungen sollen der Wiederaufbau des Landes nach einem Sturz des irakischen Machthabers Saddam Hussein und die politischen Nachkriegsstrukturen im Irak besprochen werden. Auf der Tagesordnung stehen aber auch die Bemühungen um Frieden in Nahost und Nordirland. An den Gesprächen an diesem Dienstag nehmen auch der britische Außenminister Jack Straw, sein US-Kollege Colin Powell sowie US- Sicherheitsberaterin Condoleezza Rice teil. Während Blair eine starke UN-Rolle für den Irak betont, äußerten sich Vertreter der US-Regierung bisher zurückhaltend.
Unterschiedliche Vorstellungen haben beide Regierungen offenbar hinsichtlich der Zeitspanne, für die die USA den Irak zunächst allein verwalten werden. Die Regierung Blair bestreitet zwar nicht, dass eine solche Phase notwendig sein wird, doch Außenamts-Staatssekretär Mike O'Brien betonte vor dem Belfaster Gipfel, diese Periode müsse "relativ kurz" sein. Der stellvertretende US-Verteidigungsminister Paul Wolfowitz sprach dagegen von mindestens sechs Monaten. Einig sind beide Seiten darüber, dass die UN zu keinem Zeitpunkt die Kontrolle über den Irak übernehmen sollen. Es gehe vielmehr darum, dass die UN die Übergangsverwaltung der Alliierten und später die neue irakische Regierung "bestärken" und "billigen" müssten, verlautete aus Regierungsquellen in London.
Das Treffen von Bush und Blair ist das dritte innerhalb von drei Wochen. Dass Bush dazu nach Nordirland kam, wurde von der britischen Regierung als Dankesgeste für Blairs Unterstützung im Krieg interpretiert. Blairs Sprecher hoben hervor, dass die beiden Politiker auch über den Nahost-Friedensprozess sprechen wollten. Die Regierung Blair hofft, dass Bush möglichst noch in den nächsten beiden Wochen den "Fahrplan" für die Gründung eines palästinensischen Staates veröffentlichen wird. Sicherheitskräfte schirmten das Schloss Hillsborough ab, so dass die demonstrierenden Kriegsgener nicht bis zum Tagungsort gelangen konnten. "Wir wollen nichts mit dem Massaker an Irakern zu tun", skandierten die Protestler, zu denen auch Gewerkschaftsführer und Politiker gehörten.
Familiendrama in St. Pölten15:23
Bluttat: Bub ist totÄrzte kämpften erfolglos: Achtjähriger Bub nach Kopfschuss gestorben
