Freitag, 4. April 2003

Haider zum Krieg: "Akt der Aggression" gegen Irak

"Die militärischen Konflikte im Irak gehen uns sehr nahe und haben uns die bittere Erkenntnis machen lassen, dass die Kraft und Sicherheit des internationalen Rechtes im Zweifelsfall nicht gilt." Das sagte der Kärntner LH Jörg Haider (FP) beim Brigadetag 2003 der 7. Jägerbrigade in der Klagenfurter Windischkaserne am Freitag.

Die UNO habe "zur Kenntnis nehmen müssen, dass eine Supermacht einen Akt der Aggression gegen ein souveränes Land" setze, erklärte Haider laut einer Aussendung der Kärntner Landesregierung. Der Landeshauptmann hatte im Vorjahr drei Mal den Irak besucht und dabei zweimal dessen Präsidenten Saddam Hussein getroffen. Haider hat darüber auch ein Buch verfasst.

Österreich gelte als sicheres Land und umso wichtiger sei die Bereitschaft, dies auch für die Zukunft abzusichern, betonte Haider. "Um Sicherheit haben zu können, müssten wir bereit sein, in die Sicherheit zu investieren." Österreich brauche ein funktionsfähiges Bundesheer. Auch in Europa sei Sicherheit noch nicht endgültig hergestellt, sagte der Landeshauptmann und brachte hier das "Beispiel Serbien" ein.

Beim Brigadetag 2003 wurden als "Soldaten des Jahres 2002" für ihre besonderen Verdienste geehrt: Walter Kozel, Erich Kotnig, Alexander Rasser, Heinz Mataln und Dietmar Ragger. Haider und die Ehrengäste, darunter der Landeshauptmann-Stellvertreter Peter Ambrozy (SP), gratulierten den ausgezeichneten Soldaten.

4.4.2003 17:31