Brit. Verteidigungsminister: Streubomben "völlig legal"
- Hoon nennt Fehlerrate "übertrieben"
Der britische Verteidigungsminister Geoff Hoon hat den Einsatz von Streubomben im Irak-Krieg verteidigt. Sie seien "eine völlig legale Waffe", sagte Hoon. "Sie erfüllen eine bestimmte Rolle auf dem Schlachtfeld, und wenn wir sie nicht benutzten, würden wir unsere Truppen einem größeren und deshalb unnötigen Risiko aussetzen."
Die Fehlerrate von Streubomben werde oft übertrieben, sagte Hoon. Sie liege bei fünf Prozent. Er räumte ein, dass nicht explodierte Bomben ein Risiko für die Zivilbevölkerung darstellten. Deswegen würden britische Experten nach Kriegsende auch sicher auf die Schlachtfelder zurückkehren und die Bomben entschärfen.
Auf die Frage, wie er sich fühlen würde, wenn sein Kind von einer solchen Bombe verletzt würde, antwortete er: "Wir würden uns nicht besser und nicht schlechter fühlen als wir uns hinsichtlich der Risiken für Zivilisten an Orten wie dem Irak fühlen." Die Menschenrechtsorganisation amnesty international (ai) hatte den Einsatz von Streubomben durch britische Streitkräfte scharf verurteilt.
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