US-Generalstab denkt an Verzicht auf Bagdad-Kampf
- Irakische Hauptstadt könnte stattdessen isoliert werden
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Die US-Streitkräfte werden im Krieg gegen den Irak möglicherweise auf eine Erstürmung Bagdads verzichten und die Stadt stattdessen isolieren. Das teilte der amerikanische Generalstabschef Richard Myers mit. In der Zeit der Isolierung könnte mit der Bildung einer Übergangsregierung für den Irak begonnen werden.
Zugleich wollten die US-Generäle jedoch jedes andere militärische Vorgehen nicht ausschließen. Eine Erstürmung der Stadt Haus für Haus bleibt möglich.
"Wenn wir den Punkt erreichen, an dem Bagdad isoliert ist, wird die Hauptstadt den Rest des Landes nicht mehr kontrollieren", sagte Myers auf einer Pressekonferenz im Pentagon. "Was auch immer dann in Bagdad passieren wird, wird für den Rest des Landes fast bedeutungslos sein." Früher oder später würden der irakische Staatschef Saddam Hussein und sein Führungszirkel die Kontrolle über die Wasser- und Stromversorgung sowie jede Möglichkeit zum Kontakt mit den Streitkräften verlieren, sagte der Generalstabschef.
Saddams Paläste in Bagdad getroffen
Bei Luftangriffen der US-geführten Streitkräfte auf Bagdad sind nach Angaben eines Reuters-Korrespondenten Freitag früh erneut mehrere Präsidentenpaläste getroffen worden. Es seien auch Kampfflugzeuge zu hören gewesen. Aus Richtung des Flughafens seien Lichtblitze zu sehen und schweres Artilleriefeuer zu hören. "Es hört sich an, als wenn dort eine Schlacht stattfindet", zitierte die Agentur ihren Reporter. US-Einheiten waren am Donnerstag nach US-Angaben bis kurz vor die Stadtgrenze Bagdads vorgerückt und versuchten zudem, den Flughafen, rund 20 Kilometer südwestlich von Bagdad, unter ihre Kontrolle zu bringen.
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