GB-Plan: Irak-Konferenz nach Vorbild Afghanistans
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Die britische Regierung plant für die Zeit nach dem Sturz des irakischen Machthabers Saddam Hussein eine internationale Konferenz nach dem Vorbild der Bonner Afghanistan-Konferenz im Dezember 2001. Bei dem Treffen sollten Repräsentanten der verschiedenen Volksgruppen Iraks unter Leitung der UNO die Weichen für eine einvernehmliche Nachkriegsordnung stellen, sagte am Dienstag ein Sprecher des britischen Außenministeriums in London.
Im Foreign Office würden derzeit Pläne erarbeitet, die später den Mitgliedsländern des UNO-Sicherheitsrats vorgelegt werden sollten. Die Planungen seien aber noch im Anfangsstadium, die Konferenz solle erst nach Kriegsende abgehalten werden.
Der britische Außenminister Jack Straw hatte zuvor davon gesprochen, dass der UNO nach Kriegsende die Rolle eines "Antriebsmotors" für eine demokratische Neuordnung des Irak zufallen solle. Ziel einer Irak-Konferenz sei es, "die politische und wirtschaftliche Zukunft des Irak fest in die Hände des irakischen Volks zu legen". Auf der Bonner Afghanistan-Konferenz vor anderthalb Jahren hatten sich Vertreter verschiedener afghanischer Fraktionen nach dem Sturz der Taliban-Regierung auf eine Machtaufteilung und die Bildung einer Übergangsregierung geeinigt.
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