Neue Botschaft Saddam Husseins im TV verlesen
- Aufruf zur Verteidigung der Städte gegen das "Invasionsheer"
- Dienstag: Saddam ruft im Fernsehen zum "Heiligen Krieg" auf

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Saddam dementiert alle Gerüchte
·Saddam-Rede
'Bekämpft sie mit Clans & Stämmen'
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Saddams Republi- kanische Garden
Nach dem Aufruf zum "Heiligen Krieg" wurde am Mittwoch erneut eine Botschaft Saddam Husseins im irakischen Fernsehen verlesen. Darin ruft der irakische Machthaber sein Volk dazu auf, die Städte gegen das amerikanisch-britische Invasionsheer zu verteidigen.
In dem von einem Sprecher in Militäruniform im Satellitenfernsehen verlesenen Text hieß es, die irakischen Streitkräfte hätten bis jetzt nicht ihr volles Potenzial im Kampf eingesetzt. "Bekämpft sie, damit der Irak, die Bastion der Religion und Grundsätze, gesichert wird und unsere Nation aus dieser Krise siegreich hervorgeht", wurde der Staatschef zitiert.
"Der Sieg steht uns bevor"
"Bekämpft sie, der Sieg steht uns mit Gottes Hilfe bevor, obwohl wir bisher nur ein Drittel oder weniger von unserem Heer eingesetzt haben, während die Verbrecher alles, was sie haben, in die Waagschale geworfen haben", heißt es in dem Aufruf. Saddam Hussein hob die 11. Heeresdivision und Mitglieder der Baath-Partei in Nassiriyah hervor, die die gegnerischen Kräfte "erschöpft" hätten. Er rief andere Einheiten vor, deren Beispiel zu folgen.
TV: Saddam leitete Sitzung
Laut einem Bericht des irakischen Staatsfernsehens hat Saddam am Mittwoch eine Sitzung mit ranghohen Beratern und seinen beiden Söhnen Udai und Kusai geleitet. Es wurden keine Aufnahmen gezeigt.
Aufruf zum heiligen Krieg
Am Dienstag hat Saddam in einer von Informationsminister Mohammed Said El Sahhaf verlesenen Botschaft im irakischen Fernsehen zum Dschihad (Heiliger Krieg) aufgerufen. Die Invasoren sollten "überall" bekämpft werden. Saddam versprach erneut einen Sieg gegen die US-geführten Truppen.
"Der Dschihad ist eine Pflicht. Wer stirbt, wird vom Himmel belohnt werden", hieß es in der vom irakischen Informationsminister verlesenen Erklärung. "Das ist es, was Gott von euch verlangt. Schlagt sie, bekämpft sie, bekämpft sie überall." Nach einem Selbstmordanschlag, bei dem am Samstag vier US-Soldaten getötet wurden, hatte der irakische Vize-Präsident Taha Yassin erklärt, die USA müssten mit weiteren solchen Anschlägen rechnen.
"Saddam wird für sein Land sterben"
Der irakische Präsident Saddam Hussein will nach den Worten seines Vizepräsidenten Taha Yassin Ramadan lieber sterben als aufgeben. Es wäre die krönende Rolle für ihn, sein Leben für den Irak zu opfern, sagte Ramadan in Bagdad. Wie Saddam seien auch tausende von anderen Irakern bereit zu sterben. Ziel sei es, die höchstmögliche Zahl von feindlichen Soldaten zu töten. Ramadan bestritt dabei erneut, dass der Irak Massenvernichtungswaffen besitzt.
Schwere Vorwürfe gegen saudischen Außenminister
Der Vizepräsident erhob schwere Vorwürfe gegen den saudischen Außenminister Prinz Saud Al Feisal, der Saddam Hussein zum Gang ins Exil aufgefordert hatte. Dieser sei zu klein, um dem Führer des Iraks irgendeinen Rat zu geben, sagte Ramadan. Er wünsche, Saud Al Feisal würde keinen arabischen Namen tragen und zur Hölle fahren. Saudi-Arabien sei ein Lakai und ein Agent der Vereinigten Staaten.
"Nicht Lebensmittel sondern Freiwillige schicken"
Ramadan forderte die Araber auf, nicht Lebensmittel und Medizin, sondern Freiwillige für den Krieg zu schicken. Außerdem sollten sie ihre Regierungen stürzen. Ramadan hielt den arabischen Führungen vor, sich direkt oder indirekt an dem Krieg gegen den Irak zu beteiligen.
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