Alliierte im Irak behindern Pressefreiheit
- "Reporter ohne Grenzen": Interne Untersuchung gefordert
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Die internationale Organisation "Reporter ohne Grenzen" wirft den britischen und amerikanischen Truppen in Kuwait und im Irak vor, im Irak die Arbeit und Sicherheit von Journalisten zu missachten. Die Vereinigung zur Verteidigung der Pressefreiheit forderte die Alliierten in einer Erklärung auf, eine interne Untersuchung einzuleiten und ihre Ergebnisse zu veröffentlichen.
"Journalisten gerieten unter Beschuss, wurden verhaftet, oft über mehrere Stunden verhört, misshandelt und geschlagen", erklärte der Generalsekretär von "Reporter ohne Grenzen", Robert Menard, in Paris. "Außerdem wurde das Informationsministerium in Bagdad zwei Mal bombardiert, obwohl allgemein bekannt ist, dass die internationalen Nachrichtenagenturen dort untergebracht sind."
Um Sicherheit von Journalisten besorgt
Die Organisation ist vor vor allem um die Sicherheit von Journalisten besorgt, die nicht zu den bei den Streitkräften "eingebetteten" Reportern zählen. So sei etwa eine vierköpfige Gruppe unabhängiger Journalisten aus Israel und Portugal von US-Militärpolizisten festgenommen, bedroht, misshandelt und in einem Jeep über 36 Stunden lang festgehalten worden. Sie durften weder ihre Nachrichtenagenturen noch ihre Familienangehörigen verständigen. "Die US-Soldaten warfen uns vor, wir seien Terroristen und Spione, und so behandelten sie uns auch", wird einer der Journalisten zitiert.
Bagdad soll Verbleib von vier Journalisten aufklären
Außerdem forderte die Organisation die irakischen Behörden auf, den Verbleib von vier Journalisten aufzuklären, die seit einer Woche als vermisst gelten. Nach Aussagen ausländischer Korrespondenten in Bagdad sollten die Vier abgeschoben werden, weil sie mit einem Touristenvisum eingereist seien. Seitdem fehlt von ihnen jede Spur.
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