Montag, 31. März 2003

Soldaten verweigern Kriegseinsatz: Militärgericht droht

  • Sie werden als "Gefahr für den Rest der Truppe" angesehen

Zwei britische Soldaten, die den Kriegsdienst im Irak verweigerten, müssen mit einem Prozess vor einem Militärgericht rechnen! Die beiden am Persischen Golf stationierten Männer seien bereits vor Beginn des Krieges zurück in ihre Kaserne in Essex geschickt worden. Nachdem sie gesagt hatten, sie würden nicht kämpfen. Als Grund gaben sie an, sie wollten keine unschuldigen irakischen Zivilisten töten.

Dies berichtete der in London erscheinenden "Daily Telegraph". Wie es weiter hieß, wurden die Soldaten nach Angaben des Verteidigungsministeriums in London nicht wegen der Kriegsdienstverweigerung vom Golf abgezogen. Ein Anwalt der Soldaten, die zu einer im Süden des Irak kämpfenden Einheit gehören, sagte jedoch: "Wenn jemand in der bewaffneten Truppe eine abweichende Meinung in Kriegszeiten äußert, wird er als Gefahr für den Rest der Truppe angesehen und abgezogen." Unter solchen Umständen könne der Soldat von der Armee auch "diszipliniert" werden.

31.3.2003 12:38