Wichtige Pipeline in Nigeria nach Anschlag in Brand
- Ölgesellschaft NNPC: Leitung wurde am Samstag angegriffen
In Nigeria steht eine wichtige Ölpipeline nach einem mutmaßlichen Sprengstoff-Anschlag in Flammen. Die Escravos-Ölpipeline, die das Rohöl vom Escravos-Hauptterminal des ChevronTexaco zu den Raffinerien in Nord- und Süd-Nigeria bringt, sei am Samstag angegriffen worden.
Dies teilte ein Sprecher der staatlichen nigerianischen Ölgesellschaft NNPC am Sonntag in Lagos mit. Vermutlich sei Sprengstoff die Ursache des Brandes, der am Sonntag noch angedauert habe, sagte der Sprecher.
Wegen ethnischer Unruhen waren im vergangenen Monat rund 40 Prozent der nigerianischen Ölproduktion still gelegt worden. Am Freitag hatten die Ölkonzerne ChevronTexaco und Royal Dutch/Shell bekannt gegeben, die Produktion sei wieder angefahren worden.
Ijaw drohen mit Gewalt
Die Volksgruppe der Ijaw, die im März wiederholt mit Gewalt gegen die Aktivitäten der Ölmultis in Nigeria vorgegangen waren, hatten mit neuen Anschlägen auf die Öleinrichtungen gedroht, sollten die Konzerne die Produktion ohne vorherige Zustimmung der Volksgruppe wieder anfahren und sollte sich das Militär Nigerias nicht aus dem Fördergebiet im Niger-Delta zurückziehen.
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