Schon 10 Österreicher in der Wüste Algeriens vermisst
- Bewaffneter Konvoi barg EU-Bürger in Algerien
- 6.000 Militärs suchen nach den abgängigen 31 Europäern
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Es werden fast täglich mehr: Nun sind bereits 10 Österreicher in der Sahara von Algerien verschwunden. Zwei Tiroler Bergsteiger sind nicht mehr aufgetaucht. Jene Europäer, die sich derzeit noch in den gefährdeten Gebieten Algeriens aufhalten und nicht verschwunden sind, wurden am Mittwoch mit einem bewaffneten Sonderkonvoi in Sicherheit gebracht. Das berichtete der Leiter der Sondermission des österreichischen Außenministeriums, Thomas Buchsbaum. An der Suche nach den insgesamt 31 vermissten Europäern beteiligen sich schon sei längerer Zeit in einem Bezirk 6.000 Militärs. Es gebe aber immer noch keinerlei Hinweise.
Das Rätsel um die verschwundenen Europäer in der algerischen Sahara wird immer unheimlicher. Mit dem Verschwinden zweier Tiroler Bergsteiger hat sich die Zahl der abgängigen Österreicher auf zehn, jene der vermissten Europäer auf 31 erhöht. Das Außenministerium meldete die beiden Tiroler heute, Freitag, als abgängig.
Das Duo - nähere Personendaten waren zunächst nicht bekannt - hätte sich auf der Fähre in Tunis einfinden und mit diesem Schiff nach Genua übersetzen sollen. Die Überfahrt war von langer Hand geplant, die Alpinisten von Haus aus auf dieser Fähre gebucht, teilte Außenministeriums-Sprecher Martin Weiss der APA mit. Doch bei dem Schiff kamen die Tiroler nie an.
Acht Salzburger verschollen
Vor genau einer Woche hätte auch eine achtköpfige Salzburger Gruppe die gleiche Verbindung nehmen sollen. Auch sie erschien nicht im Hafen der tunesischen Hauptstadt. Von den Salzburgern fehlt ebenfalls jede Spur.
Die beiden Tiroler waren am 17. März dieses Jahres nach Algerien gereist. Bekannt ist Weiss zufolge lediglich, dass die Bergsteiger in genau jenem Gebiet unterwegs waren, in dem in den vergangenen Wochen und Monaten neben den acht Salzburgern 15 Deutsche, vier Schweizer, ein Niederländer und ein Schwede verschwunden waren. Die Tiroler Bergsteiger waren mit einem Fahrzeug unterwegs. Nähere Einzelheiten zu ihrer Ausrüstung - etwa ob sie mit einem Satellitennavigationssystem ausgerüstet waren - gab es zunächst nicht.
Konvoi mit geretteten Europäern kommt voran
Unterdessen kam jener bewaffnete Konvoi, der die verbliebenen Europäer aus dem gefährdeten Gebiet herausführen sollte, weiter gut voran, wie Weiss betonte. "Es wird aber sicher noch vier Tage dauern, bis er wieder in Tunis eintrifft", erklärte der Sprecher.
Zu den Ursachen des Verschwindens der insgesamt sechs Reisegruppen gibt es nach wie vor nur Spekulationen. "Die algerischen Behörden sind jedenfalls äußerst an einer Aufklärung dieser Ereignisse interessiert. Sie suchen sehr intensiv nach den Vermissten", sagte Weiss. Die Zusammenarbeit mit den Behörden des Maghrebstaates funktioniere hervorragend.
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