Vatikan bestätigt Papst-Reise in die Mongolei
- Spekulationen über Papaya-Kur zurückgewiesen
Papst Johannes Paul II. plant für August weiterhin eine Reise in die Mongolei. Vatikansprecher Joaquin Navarro Valls wies am Mittwoch Spekulationen zurück, wonach das Oberhaupt der katholischen Kirche dieses Vorhaben wegen seines schlechten Gesundheitszustands bereits aufgegeben haben könnte. Es sei stets eines der wichtigsten Anliegen des Papstes gewesen, Gläubige in allen Teilen der Welt zu treffen. In der buddhistischen Mongolei leben nur wenige hundert Katholiken.
Anfang Mai wird der Papst in Spanien erwartet, im Juni in Bosnien-Herzegowina und Kroatien, im September in der Slowakei. Ein für vergangenen Jänner geplant gewesener Besuch auf den Philippinen war abgesagt worden.
Keine alternativen Behandlungsmethoden
Navarro wies auch Berichte zurück, wonach sich der an der Parkinson-Krankheit leidende Papst alternativen Behandlungsmethoden unterziehen soll. Spekuliert worden war unter anderem über eine Papaya-Kur. Die Behandlung mit Extrakten der tropischen Frucht soll ihm von dem französischen Arzt Luc Montagnier, einem der Entdecker des Aids-Virus, empfohlen worden sein. Der Vatikansprecher betonte jedoch, der verbesserte Zustand des Papstes in letzter Zeit gehe lediglich auf mehr Ruhe und mehr Physiotherapie zurück.
Nachbarschaft zu China
Der Besuch Johannes Pauls in der Mongolei hätte auch wegen der Nachbarschaft des Landes zu China besondere Bedeutung. In China ist nur die regimetreue "patriotische" katholische Kirche zugelassen, die offiziell keine Verbindungen zum Papst haben darf. Trotz Protesten aus Peking war im Vorjahr das geistliche und weltliche Oberhaupt Tibets, der 14. Dalai Lama, Tenzin Gyatso, zum ersten Mal seit sieben Jahren wieder in die Mongolei gereist. Die Mongolei und Tibet verbinden Jahrhunderte alte gemeinsame religiöse und kulturelle Traditionen. Im 13. Jahrhundert übernahmen die Mongolenherrscher den tibetischen Buddhismus der Sakya-Schule als Staatsreligion.
Familiendrama in St. Pölten15:23
Bluttat: Bub ist totÄrzte kämpften erfolglos: Achtjähriger Bub nach Kopfschuss gestorben
