Dienstag, 1. April 2003

Erster SARS-Verdachtsfall in Australien

In Australien ist der erste Verdachtsfall auf die lebensgefährliche Lungenentzündung SARS aufgetreten. "Wir können noch nicht sicher sein, dass diese Person SARS hatte, doch da keine andere Diagnose vorliegt, halten wir es für klug die WHO über diesen ungewöhnlichen Fall zu alarmieren", sagte der Chef der Gesundheitsbehörde, Richard Smallwood, am Dienstag.

Der Patient habe sich mittlerweile erholt und sei aus dem Spital entlassen worden. Er habe keine weiteren Menschen angesteckt.

Der Patient sei am 12. Februar nach einem zweitägigen Singapur-Aufenthalt nach Australien zurückgekehrt, sagte Smallwood. Er habe sich am 23. Februar mit Fieber, Husten und Atembeschwerden in einem Krankenhaus in Sydney gemeldet. Zwei Wochen später sei er entlassen worden. "Es gab keine Ausbreitung von SARS über die Kontakte dieses Patienten", sagte Smallwood.

Die Weltgesundheitsorganisation WHO geht davon aus, dass sich das Virus, gegen das es bisher kein Mittel gibt, von der chinesischen Provinz Guangdong aus verbreitet hat. Todesfälle wurden auch aus Singapur, Hongkong, Vietnam und Thailand gemeldet.

In Kanada war am Freitag der vierte Patient an SARS gestorben. Allein in der Provinz Ontario gibt es 111 Verdachtsfälle. Die Provinz hat den Notstand ausgerufen. Mehrere tausend Menschen befanden sich in Quarantäne.

1.4.2003 08:25