Haubner sieht LT-Wahl OÖ "wesentlich positiver"
- Ruf nach Haider "zu einfach"
- Stadler tritt für neues Frauenbild ein
·FP-Wahl-Minus
Haider: Schuld sind Fehler, Filz, Führung
·FP-Chefin in NÖ
"10-fache Mutter wirkt ausgleichend"
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Sozialstaatssekretärin Ursula Haubner will trotz des Wahldebakels der FPÖ in Niederösterreich die "Kirche im Dorf lassen". Schuld am schlechten Abschneiden seien Streit und Uneinigkeit in der Partei gewesen, "für die Landtagswahl in Oberösterreich sehe ich wesentlich positiver", so Haubner Dienstag abend in der Fernsehsendung "Report" des ORF. Dass es jetzt wieder vermehrt Rufe nach einer Rückkehr ihres Bruders und Kärntner Landeshauptmanns Jörg Haider an die Spitze der FPÖ gibt, wertet Haubner als "zu einfach".
Man müsse sich als Gruppe selbst konsolidieren. Was die Führung der FPÖ Niederösterreich betrifft, wäre eine Frau an der Spitze etwas "sehr interessantes". Zum von Volksanwalt Ewald Stadler angesprochenen Frauenbild der künftigen niederösterreichischen FPÖ-Chefin Barbara Rosenkranz befragt meinte Haubner: "Ich weiß nicht, was Stadler mit dem Frauenbild meint. Mein Frauenbild ist das einer selbstbestimmten unabhängigen Frau, die ihre Wahlfreiheit wahrnimmt, was sie tut, ob sie zu Hause ist oder Beruf und Familie vereinbart".
Stadler für neues Frauenbild
Stadler hatte zuvor erklärt, Rosenkranz sei ein "Angebot an die Kernschichten der FPÖ. Auch für jene Frauen, die mit jenem Frauenbild, das bestimmte Minister in der Zeiten der SPÖ-Alleinregierung als Frauenbild zu propagieren versucht haben, kann sie nichts anfangen". Rosenkranz definiere ihre Aufgabe als Mutter und voll im Berufsleben stehende Frau "ganz anders", so Stadler.
Stadler nennt Gründe für Wahlniederlage
Im "Standard" meinte Stadler, mit ein Grund für die Wahlniederlage in Niederösterreich sei gewesen, dass man "bestimmte Themen nicht gepflegt hat, etwa die Frage der Osterweiterung". Auf die Frage, ob der Regierungseintritt der FPÖ geschadet habe, sagte der Volksanwalt: "Zu der Frage schweige ich schallend". Die FPÖ "muss sich überlegen, ob sie zu dem Status will, den sie hatte, bevor Haider Obmann wurde. Die Niederlagen seit Burgenland über die Wahlen danach, in Wien, sind deutlich. Man muss sich nur zurücklehnen und das Mosaik zum Gesamtbild zusammen fügen. Dann wird jeder merken, dass die Gefahr besteht, am Niveau von 1986 zu landen. Davor warne ich meine Partei eindringlich." Ob Haider zurückkehren solle, beantwortet Stadler folgendermaßen: "Ich habe mir gewünscht, dass er zurückkehrt, das ist nicht passiert. Ich höre auf, wie die alte Urschel meinen Wünschen nachzujagen".
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