Sonntag, 6. April 2003

Ö: 15 Menschen starben in 1 Woche auf den Straßen

  • April bringt Wetter-Chaos über Österreich!
  • Straßen im Westen wegen dichtem Schneefall eisglatt

15 Menschen starben vergangene Woche auf Österreichs
Straßen. Allein am Wochenende waren neun Opfer zu beklagen. Ein plötzlicher Kälteeinbruch, Schneefall und Stürme machen Österreich derzeit darauf aufmerksam, dass der April Einzug gehalten hat.

Während vergangenes Wochenende noch alles nach Frühling ausgeschaut hat, gewinnt nun wieder der Winter Überhand. Vor allem in Ober- und Niederösterreich sowie in Kärnten gab es durch die heftigen Stürme der letzten Nacht Schäden. Es kam auch am Montag zu zig Unfällen - am Sonntag war unter anderem die Südautobahn nach einem Massen-Crash mit 43 Pkw stundenlang blockiert.

Bei den tödlichen Verkehrsunfällen verloren dem Innenminsiterium zufolge zwölf Pkw-Insassen (davon acht Lenker), ein Moped-Lenker und zwei Fußgänger ihr Leben. Vermutliche Hauptursache war erneut nichtangepasste Fahrgeschwindigkeit in vier Fällen. Alkoholisierung dürfte bei einem Crash Mitauslöser gewesen sein.

Unfälle nach Bundesländern:

.WocheDavon am Wochenende
Burgenland--
Kärnten32
Niederösterreich11
Oberösterreich--
Salzburg22
Steiermark72
Tirol11
Vorarlberg--
Wien11

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Österreich159


Vom 1. Jänner bis zum 6. April dieses Jahres gab es damit auf dem österreichischen Straßennetz vorläufig 161 Verkehrstote. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres verunglückten nach endgültigen Zahlen 188 Menschen tödlich.

Schneeglatte Fahrbahnen
Schneeglatte Fahrbahnen machten Kfz-Lenkern am Montag in Teilen Niederösterreichs zu schaffen. Schneekettenpflicht galt laut ÖAMTC auf der B 71 über den Zeller Rain, Lkw mussten auf der B 23 über den Lahnsattel Ketten anlegen. Winterausrüstung war auch im Waldviertel auf der L 78 zwischen Ottenschlag und Traunstein (Bezirk Zwettl) erforderlich.

Im Bezirk Zwettl kam es in der Früh auf der verschneiten B 36 zu einem Frontalzusammenstoß. Bei Grafenschlag geriet ein 31-jähriger Pkw-Lenker auf die linke Fahrbahn und prallte gegen den Wagen einer 34-jährigen Krankenschwester. Die Frau wurde in ihrem Auto eingeklemmt, sie erlitt schwere Verletzungen. Der Unfallgegner blieb unversehrt.

Bei einer Massenkarambolage auf der A 2, der Südautobahn, im Wechselabschnitt zwischen Schäffern und Pinggau (Bezirk Hartberg) waren Sonntag Nachmittag laut Einsatzorganisationen 43 Personenwagen und ein Reisebus beteiligt. Laut Informationen der Feuerwehr sind zwei Personen leicht und eine schwer verletzt worden. Im Bus war niemand zu Schaden gekommen. Die Fahrzeuge waren im dichten Schneetreiben, das kurzfristig die Sicht immer wieder auf wenige Meter reduzierte, ineinander gekracht.

Wie der Einsatzleiter der Feuerwehr, Johann Hönigschnabl erklärte, nahm die Unfallserie gegen 16.00 Uhr durch einen Auffahrunfall auf der Richtungsfahrbahn nach Wien seinen Ausgang. In der Folge fuhren immer mehr Fahrzeuge in die Unfallautos, schließlich waren es 43 Pkw und ein Reisebus auf einer Länge von etwa 150 Meter. Bei der schwer verletzten Person soll es sich um eine tschechische Staatsbürgerin handeln.

6.4.2003 08:46