Kleinkind in Wien nach Sturz aus Fenster gestorben
- Mutter wird voraussichtlich angezeigt
Ein eineinhalb Jahre alte Bub, der gestern, Mittwoch, Nachmittag in Wien-Alsergrund aus einem Fenster in zwölf Metern Höhe gestürzt war, ist Donnerstag früh im AKH gestorben. Der Kleine hatte beim Aufprall im asphaltierten Innenhof des Hauses in der Hebragasse schwerste Kopfverletzungen erlitten.
Der Eineinhalbjährige war laut Polizei in der Wohnung im zweiten Stock offenbar über einen Couchsessel auf das Fensterbrett geklettert. Dort hatte er vermutlich das Gleichgewicht verloren. Der Kleine hatte durch den Aufprall auf dem Asphalt unter anderem ein Schädel-Hirn-Trauma erlitten.
Die Mutter des Buben war zum Zeitpunkt des Unglücks in der Wohnung anwesend. Die Frau - sie hat zwei weitere kleine Kinder - wird nach Angaben der Polizei nun voraussichtlich wegen Vernachlässigung der Aufsichtspflicht angezeigt. "Die Frau ist durch den Tod des Buben eigentlich schon genug gestraft", meinte ein Ermittler.
Ähnliches Unglück zwei Tage zuvor
Dienstag am Nachmittag war ein Sechsjähriger in einer Volksschule in der Donaustadt aus dem dritten Stock gefallen. Das Kind erlitt einen dreifachen Schädelbruch sowie Rissquetschwunden am Kopf und ein Bauchtrauma. Der schwer verletzte Bub wurde per Hubschrauber in das AKH eingeliefert, Lebensgefahr bestand laut Polizei nicht.
Der Sechsjährige war beim Spielen mit zwei anderen Buben auf ein WC-Fenster geklettert, das offenbar eines der beiden anderen Kinder geöffnet hatte. Warum das Fenster entgegen den Vorschriften nicht versperrt war, ist noch Gegenstand von Ermittlungen. Zuvor waren von einer Reinigungsfirma Arbeiten an außen liegenden Taubengittern durchgeführt worden. Möglicherweise hatte einer der Arbeiter dieser Firma es verabsäumt, das Fenster wieder zu versperren. Geprüft wird auch, ob einer der beiden Schulwarte entsprechende Kontrollen hätte durchführen müssen.
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