Donnerstag, 3. April 2003

Taximord-Prozess geht weiter, Kripo-Leute verdächtigt

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Der Taxi-Mordprozess in Salzburg: Jetzt geraten sechs Kriminalisten ins schiefe Licht! Die Fahnder wurden angezeigt, das Gericht ermittelt. Vorwurf: Amtsmissbrauch, Urkunden-Unterdrückung & -Fälschung, falsche Beweisaussage. Angeklagt im Mordfall ist Peter Heidegger. Er soll 1993 eine Taxilenkerin umgebracht und beraubt haben. Heute geht der Prozess in die nächste Runde.

Die Ermittlungsmängel gegen Peter Heidegger (29) aus Gmunden dürften ein gerichtliches Nachspiel haben. Die Verteidigung des Angeklagten, der im Jahr 1993 in Salzburg die damals 28-jährige Claudia Deubler umgebracht und beraubt haben soll, hat bei der Staatsanwaltschaft Anzeige gegen sechs Kripo-Beamte erstattet. Die Staatsanwalt hat beim U-Richter Anträge zur Durchführung der gerichtlichen Vorhebung gestellt.

Amtsmissbrauch, Urkunden-Unterdrückung & -Fälschung, falsche Beweisaussage?
Die Anzeige gegen sechs Kriminalbeamte der Gendarmerie, die in diesem Prozess bereits als Zeugen aussagten, wurde wegen Verdachtes des Amtsmissbrauches, der Urkundenunterdrückung und -fälschung sowie wegen Verdachtes der falschen Beweisaussage eingebracht. Der erste Zeuge der Verhandlung am 3. April, auch ein Inspektor - der Kriminalbeamte Robert Sch. (42) -, gegen den ebenfalls ermittelt wird, entschlug sich der Aussage.

Der Prozess wurde nach einer halben Stunde vertagt. Verteidiger Gerald Hitzenbichler erklärte vor dem Geschworenengericht, dass Heidegger erst im Mai eine Stellungnahme zu den Fragen abgeben werde. Begründung: Die Verteidigung möchte erst noch alle Protokolle der Hauptverhandlung studieren.

3.4.2003 10:11