72-Jähriger stirbt nach Streit und Handgreiflichkeiten
- Obduktion beantragt
- Fahrlässigkeit von Seiten des Spitals?
Bei einem Streit zwischen zwei Heiminsassen eines Pflegeheimes im 13. Wiener Gemeindebezirk ist am Dienstagabend ein 72-jähriger Pensionist ums Leben gekommen.
Der Mann hatte nach Angaben der Polizei mit einem gleichaltrigen Heimbewohner wegen eines geöffneten Fensters gestritten. Dabei war es zu Handgreiflichkeiten gekommen, in Folge dessen der 72-Jährige auf den Kopf stürzte.
Bei der Erstversorgung im Pflegeheim wurde jedoch nichts festgestellt. Eine halbe Stunde später verstarb der Mann aber plötzlich. Eine gerichtsmedizinische Obduktion wurde beantragt, um die genaue Todesursache feststellen zu können.
Sachverhalt muss geklärt werden
"Die gerichtsmedizinische Obduktion ist noch ausständig", sagte Hofrat Max Edelbacher, Leiter des Kriminalkommissariats Süd, im Gespräch mit der APA. Der 72-Jährige, der seinem Kontrahenten den tödlichen Stoß versetzt hatte, werde angezeigt.
Zudem müsse geklärt werden, ob von Seiten des Spitals eine Fahrlässigkeit bestehe, erklärte Edelbacher. "Dazu muss man sich auch die Krankengeschichte des Verstorbenen ansehen." Denn laut dem Hofrat ging der Verletzte noch selbst zum Sanitäter, um seine Wunden verarzten zu lassen. Eine halbe Stunde später verstarb der Pensionist.
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