Irakkrieg bringt Eutelsat Aufträge von US-Militär
- 40 Mio. Dollar Zusatzgewinn für Satellitenbetreiber
- Durch Erfolg Lobbying-Kampagne ausgelöst
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Das französische Unternehmen Eutelsat zählt zu den ersten Gewinnern des Irakkriegs. Der europäische Satellitenbetreiber hat den Großteil der Aufträge des US-Verteidigungsministeriums für die Bereitstellung von Bandbreite im Kriegsgebiet abgeräumt. Jetzt droht allerdings Eutelsat ein Opfer seines eigenen Erfolgs zu werden. US-Konkurrent PanAmSat hat nach einem Bericht des Wall Street Journals eine Lobbying-Kampagne gestartet, damit diese Aufträge in Zukunft im Inland vergeben werden. Daneben fordern die US-Satellitenbetreiber klare Richtlinien für die Vergaben von Aufträgen an zivile Satellitenbetreiber durch das US-Verteidigungsministerium.
Eutelsat bekam die Aufträge des US Verteidigungsministeriums, weil es über ausreichend Kapazitäten in der Region verfügte, die kurzfristig zur Verfügung gestellt werden konnten. Einige Analysten gehen davon aus, dass der Bedarf des US-Militärs an privaten Satelliten-Kapazitäten seit Jahresbeginn wegen neuer Waffensysteme und Kommunikationsanwendungen wie Echtzeit-Video um bis zu 35 Prozent gestiegen ist.
Seit dem vergangenen Herbst hat Eutelsat so rund 40 Mio. Dollar vom US-Verteidigungsministerium für die Bereitstellung von Bandbreite für Satellitenkommunikation erhalten. Einige der Verträge dazu traten während der diplomatischen Auseinandersetzung zwischen den USA und Frankreich über den Irak-Krieg in Kraft.
PanAmSat setzt vor allem auf die patriotische Schiene. "Es gibt kein Verständnis dafür, dass US-Kommandanten über französische Satelliten mit ihren Truppen kommunizieren", erklärte Joseph Wright, CEO von PanAmSat. (pte/red)
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