Verdacht auf Softwarefehler bei Patriot-Raketen
- Problem ist offensichtlich - Patriots trotzdem lebensnotwendig
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Nach einem Bericht des US-Dienstes Globalsecurity.org könnte das Luftabwehrsystem Patriot einen gefährlichen Softwarefehler aufweisen. Der Dienst beruft sich dabei auf Quellen im Pentagon. Der Verdacht kam auf, nachdem Patriot-Batterien innerhalb weniger Tage zweimal Flugzeuge der Verbündeten als Feindziele auffassten.
Im ersten Zwischenfall schoss eine Batterie im Norden Kuwaits eine britische Maschine ab. Die beiden Besatzungsmitglieder kamen dabei ums Leben. Im zweiten Fall im Zentralirak wurde eine F-16 der US-Luftwaffe von dem Radar einer Luftabwehrbatterie angepeilt. Der Pilot des Flugzeugs zerstörte daraufhin das Zielradar der Raketenbatterie mit einer Anti-Radar-Rakete. Beide Vorfälle werden noch untersucht.
Während einige Pentagon-Experten vor allem menschliches Versagen als Ursache sehen, glauben andere fest an einen Softwarefehler. So war bei dem zweiten Vorfall laut Globalsecurity.org das System auf automatischen Betrieb geschaltet, nachdem die Radarbesatzung Deckung vor dem feindlichen Feuer gesucht hatte, was für einige Militärs im Pentagon auf einen Fehler der Software bei der Identifikation der F-16 hindeutet.
Eine Vermutung, die auch von den Experten der Sicherheitsplattform geteilt wird. "Da gibt es offensichtlich ein Problem", erklärte John Pike, der Experte für Militärtechnologie des Dienstes. Das Luftabwehrsystem ist allerdings zu wichtig, um vom Dienst zurückgezogen zu werden, so Pike. Bisher haben Patriot-Batterien sechs irakische Kurzstreckenraketen abgefangen. (pte/red)
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