Auch Bestseller-Software hat ihre Tücken
- Schädliche De-Installationen und hoher Ressourcen-Verbrauch
- Unerwünschte Extras erweisen sich als Spielverderber
Neben Dialern und Viren, die einem Computer oder der Geldbörse des Anwenders Schaden zufügen wollen, haben auch populäre Software-Bestseller ihre Schattenseiten. Denn es hinterlassen auch diese mit guten Absichten eingesetzten Programme Spuren auf dem Rechner, verbrauchen viel Ressourcen oder bringen den Computer nach ihrer De-Installation durcheinander.
Demnach ist beispielsweise die De-Installationsroutine von Norton Antivirus unzuverlässig und scheitert auf vielen PCs. Es bleiben oftmals nicht nur zahllose verwaiste Registry-
Einträge zurück - unter Windows 2000 und XP kann der Anwender danach unter Umständen auch keine Internet-Verbindung mehr herstellen, da der Einwahldienst gestört sein kann.
Ein weiteres Beispiel für eine unsaubere De-Installation ist die zur Fritz-ISDN-Karte gehörende Software. Hier werden nur die reinen Programmdateien und ihre DLLs gelöscht, alles andere, etwa Faxdateien, bleibt auf dem Rechner
zurück. Schlimmer noch: Möchte der Anwender unter Windows 2000 oder XP nach Entfernen der Fritz-Software etwas konfigurieren, streikt ein großer Teil der Computerverwaltung, unter anderem die Netzwerk- und DFÜ-Verbindungen.
Wenn die Installationsoption lügt
Auch lassen die Standard-Formate des Windows Media Players, WMV und WMA, einiges an unerwünschter Eigeninitiative zu. Ebenso haben PC- Spiele mit Kopierschutz ihre Tricks: Auch wenn der Anwender die Installationsoption "vollständig" gewählt hatte - das sollte einer weitgehenden Unabhängigkeit von der Installations-CD entsprechen - wird er in vielen Fällen feststellen, dass die Software dennoch permanent auf den Datenträger zugreift und damit die Hardware strapaziert. Grund: Die Software vergewissert sich aus Kopierschutzgründen unentwegt, dass die Original-CD eingelegt ist.
Unerwünschte Extras
Eine pdf-, doc- oder xls-Datei enthält wesentlich mehr Informationen, als der Urheber in der jeweiligen Anwendung - Acrobat, Word oder Excel - selbst erkennen kann. In vielen Fällen ist das tolerierbar, doch wird es leicht ärgerlich, wenn ein Außenstehender sehen kann, wer alles an der Erstellung eines Dokuments mitgearbeitet und wer bestimmte Kommentare abgegeben hat. Das Word-Standardformat kann zudem Makroviren transportieren. Es hilft bereits, das Word-Dokument einfach als rtf-Datei (Rich Text Format) zu speichern. So gehen nur die bewusst im Dokument aufgeführten Zeichen an den Empfänger.
Cannes21:21
Zweite Goldene PalmeMichael Haneke gewinnt mit "Amour" den Hauptpreis bei den Filmfestspielen
Familiendrama in St. Pölten15:23
Bluttat: Bub ist totÄrzte kämpften erfolglos: Achtjähriger Bub nach Kopfschuss gestorben
