Innere Security gleich wichtig wie Schutz nach außen
- "Security Wissensmarktplatz" zum Schutz von EDV-Systemen
- Experten gründeten unabhängige Plattform
EDV-Experten von 20 großen österreichischen, Schweizer und Liechtensteiner Unternehmen haben eine unabhängige Plattform "Security Wissensmarktplatz" gegründet. Ziel ist es, Firmen und Organisationen in allen Bereichen der System- und Netzwerksicherheit zu unterstützen. Durch Bildungs- und Informationsarbeit sollen sich Unternehmen und Organisationen gegenseitig mit dem Thema System- und Netzwerksicherheit vertraut machen.
Hacking-Angriffe, Spyware, Datenklau, Viren und Würmer sind die bekanntesten Gefahren, die Sicherheit und Zuverlässigkeit von EDV-Systemen bedrohen. "Es ist ganz selbstverständlich, unsere Unternehmen vor Einbruch, Brand oder Blitzschlag zu schützen, meinte Markus Schilling, Voice Data St. Gallen (CH) und Obmann des "Security Wissensmarktplatz" bei der Präsentation der neuen Plattform am Mittwoch in Dornbirn. "Genauso selbstverständlich" müsse aber auch der Schutz der EDV-Systeme werden. Der Schweizer Sicherheitsexperte verwies auf eine britische Studie, die für 2003 weltweit einen Schaden von 16 bis 20 Milliarden US-Dollar durch digitale Attacken prognostiziert.
Innere Security wichtig
Jürgen Paulmichl, Security-Experte der Zumtobel AG, nannte "hausgemachte" Gefahren, die durch entsprechende Sensibilisierung vermindert werden könnten: "Immenser Schaden kann durch unbemerkten Datenklau entstehen. Mindestens so wichtig wie der Schutz nach außen ist die innere Security." Die Mehrzahl der Hacking-Angriffe, so internationale Studien, stamme von internen Mitarbeitern, die sich Zugang zu nichtberechtigten Informationen beschaffen wollen, "wobei sie oft Systeme lahm legen".
Mit dem Netzwerk "Security Wissensmarktplatz" sollen Wahrnehmungsfähigkeit und Verantwortungsgefühl gestärkt werden. Regelmäßige Wissensforen und spontane Treffen regen den Wissenstransfer und Erfahrungsaustausch an. Gezielte Nachwuchsarbeit wird durch Kooperationen mit Fachhochschulen und Universitäten angestrebt. Über die Website des Wissensmarktplatzes werden aktuelle Diskussionen und Erkenntnisse einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Am ersten Informationsforum der neu gegründeten Plattform nahmen am Mittwoch rund 100 Vertreter von Firmen aus der Schweiz, Liechtenstein und Österreich teil.
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