Endlich mit der Maus die CD einlegen
- "Virtuelle Laufwerke": Lästiger CD Wechsel nicht mehr nötig
- Für "Virtual CD5" ist eine große Festplatte erforderlich
Eine nützliche Software zur Einrichtung "virtueller CD-Laufwerke" liegt jetzt in der bereits fünften Generation vor: Virtual CD 5 enthält ein eigenes Brennprogramm und flexiblere Nutzungsmöglichkeiten. Das nach Angaben der Vertriebsfirma von mehr als einer Million PC-Anwendern genutzte Programm kopiert den Dateninhalt einer CD oder DVD auf die Festplatte und gaukelt dem Betriebssystem vor, dass es dort weitere CD-Laufwerke gibt.
Wenn die Daten häufig verwendeter CD-ROMs oder DVDs auf der Festplatte liegen, hat dies eine Reihe von Vorteilen. So entfällt das häufige Wechseln der Scheiben - besonders lästig, wenn ein Programm nur zur Kontrolle der rechtmäßigen Nutzung verlangt, die Original-CD einzulegen. Das Computerspiel oder das elektronische Lexikon ist zufrieden, wenn die verlangte CD virtuell eingelegt wird - das geht ganz einfach mit der Maus über die Startleiste. Ein weiterer Vorteil, der sich besonders bei Computerspielen bemerkbar macht, ist der bedeutend schnellere Zugriff über die Festplatte. Je nach Hardware können virtuelle CD-Laufwerke bis zu 200 Mal schneller sein als die realen.
Bei der Installation der Software wird überprüft, welche Laufwerksbuchstaben noch frei sind. Hier kann man ankreuzen, wie viele virtuelle Laufwerke eingerichtet werden sollen; möglich sind bis zu 23. Zur besseren Übersicht sollte man die Buchstaben vom Ende des Alphabets nehmen - dann bleibt auch noch genügend Platz für mobile Datenträger wie einen USB-Stick oder die Speicherkarte der digitalen Kamera.
Nach fertig gestellter Installation - Virtual CD benötigt für sich rund 25 MB - zeigt der Arbeitsplatz bereits das virtuelle Laufwerk an - allerdings hat es noch keinen Inhalt. Der wird mit dem "Container-Assistenten" erstellt: Die Software überprüft die eingelegte CD oder DVD und schlägt dann vor, wo und wie die Daten auf die Festplatte kopiert werden sollen. So kann man bei einer Audio-CD etwa wählen, ob die Rohdaten kopiert ob die Musiktitel im MP3-Format komprimiert werden sollen - dazu muss diese Technik aber bereits auf dem PC installiert sein. Einzelne Tracks können vom Kopiervorgang ausgenommen werden.
Nützlich für Notebook-Besitzer
Zur Komprimierungsleistung des Programms sollte man keine allzu großen Erwartungen hegen. Bei einer mit Daten voll gestopften CD beträgt der Unterschied zwischen keiner (rund 800 MB) und der höchsten Kompressionsstufe lediglich 50 MB. Sollen DVD-Filme auf die Festplatte kopiert werden, muss mit einem Platzbedarf von vier bis acht Gigabyte gerechnet werden.
Virtual CD bietet sich somit für all jene glücklichen PC-Besitzer an, die über eine riesige Festplatte verfügen und nicht wissen, wie sie diesen Platz jemals auch nur halbwegs füllen sollen. Besonders nützlich ist die CD auf der Festplatte aber auch beim Notebook - hier entfallen die stromhungrigen Zugriffe auf das CD-Laufwerk, das nun auch auf Reisen getrost zu Hause bleiben kann.
Mit einer vollen Netzwerkunterstützung ist Virtual CD noch flexibler geworden. Um auf die virtuellen Laufwerke zugreifen zu können, muss die Software nicht mehr installiert sein. Es genügt der neu entwickelte "Smart Virtual CD Reader". Außerdem können Sicherheitskopien angelegt werden, indem die Datencontainer auf eine CD gebrannt werden. Hierbei lässt sich der Reader gleich mit auf die CD packen.
Virtual CD 5 benötigt ein Windows-System (ab 98) mit mindestens 64 MB Arbeitsspeicher. Beim Prozessor genügt theoretisch ein Chip mit einer Taktrate ab 200 Megahertz - für das Datenschaufeln von der CD ist aber ein schnellerer Prozessor vorzuziehen. Das Programm der Göttinger Firma H+H Software wird vom digital tainment pool (dtp) zum Preis von 45,99 Euro vertrieben.
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