Adcon will heuer Umsatz und Ergebnis verbessern
- Unternehmenswertsteigerung hat Priorität
- Mit "Single-Chip-Transmitter" einen neuen Markt generiert
Der Klosterneuburger Telemetrie-Hersteller Adcon plant für das laufende Geschäftsjahr 2003 klare Steigerungen bei Umsatz und Ergebnis. Der Gruppenumsatz solle um 20 Mio. Euro zu liegen kommen (nach 15 Mio. Euro im Jahr 2002), das Ergebnis soll sich auf einen Verlust von 4 (2002: -9,5) Mio. Euro verbessern. "Allein für Firmenwertabschreibungen müssen wir jährlich 3 Mio. Euro aufwänden", sagte Adcon-Vorstandsvorsitzender Claus Wortmann.
Erwartete Rückgänge im ersten Halbjahr sollten in der zweiten Jahreshälfte mehr als übertroffen werden, so die Erwartung. Bis Anfang des dritten Quartals, also im Sommer, soll das Unternehmen wieder auf einer gesunden wirtschaftlichen Basis stehen. Auf eine Dividende werden Adcon-Aktionäre noch länger warten müssen. "Das ist nicht unsere Strategie, die zielt vielmehr darauf ab, das Unternehmen in der Bewertung der Aktien in eine akzeptable Größenordnung zu bringen", sagte Wortmann. Beziffern wollte er diese Größenordnung aber nicht. An der Frankfurter Börse notiert die Adcon-Aktie derzeit um 0,85 Euro (Vortagesschluss), nach einem Niveau um 14 Euro zum Ultimo 2000.
Der Irak-Krieg sei angesichts der schleppenden Konjunkturentwicklung nur noch "das Tüpfelchen auf dem I". Weltweit herrsche derzeit Zurückhaltung bei Investitionen, die Lagerhaltungen seien extrem zurückgefahren worden. Angesichts dieses Szenarios glaubt Wortmann nicht an greifbare Verbesserungen des wirtschaftlichen Umfeldes. Adcon reagiert auf die Entwicklung mit einer Fortführung des Restrukturierungsprogramms sowie einer Fokussierung auf das Kerngeschäft. "Das geht nicht von heute auf morgen, da müssen erst Aufträge ausgeführt werden, nach Möglichkeit wollen wir Kunden mitnehmen", erläuterte Wortmann.
Neuer Markt generiert
Im Rahmen der Restrukturierung sei es gelungen, mit dem "Single-Chip-Transmitter" einen neuen Markt zu generieren. Dabei handelt es sich um einen etwa 7x7 mm großen Mikrochip zur Übertragung kleiner Datenmengen über Distanzen bis 300 Meter, der sich als Interface für zahlreiche Anwendungen eigne. Vom "Single-Chip-Transmitter" wurden im Vorjahr mehr als 10.000 Stück verkauft, zudem wurden Patente nach Amerika vergeben.
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