Donnerstag, 27. März 2003

S&T will 2003 in Osteuropa weiter zukaufen

  • EBIT ging 2002 um 35 Prozent auf 2,6 Mio. Euro zurück
  • Gewinn je Aktie von 0,42 auf 0,06 Euro verringert

Der an der Wachstumsbörse Nasdaq Europe und an der Wiener Ostbörse Newex notierte Wiener Systemintegrator S&T System Integration & Technology Distribution AG, Anbieter von IT-Lösungen in Zentral- und Osteuropa, hat im abgelaufenen Geschäftsjahr 2002 ein Umsatzplus und einen Ergebnisrückgang verbucht. 2003 will sich das Unternehmen "durch gezielte Akquisitionen in den großen Wachstumsmärkten noch besser positionieren" und den Ausbau des Bereichs "IT-Dienstleistungen" beschleunigen.

Durch die bevorstehende EU-Osterweiterung und die gesteigerte Nachfrage werde das Wirtschaftswachstum in den mittelosteuropäischen Staaten 2003 laut Prognosen deutlich über dem weltweiten Durchschnitt liegen, auch sei mit einer Steigerung von ausländischen Direktinvestitionen bei den EU-Beitrittskandidaten zu rechnen. Für die S&T werde auf Grund der raschen Integration der Akquisitionen des Jahres 2002 und der verstärkten Nutzung von Synergien eine Steigerung der Ertragskraft und des EBIT erwartet.

Umsatz stieg um 6 Prozent
Das Betriebsergebnis (EBIT) fiel 2002 - u.a. auf Grund der aus Akquisitionen resultierenden hohen Firmenwertabschreibungen - um 35 Prozent auf 2,6 Mio. Euro, teilte das Unternehmen mit. Der Umsatz stieg im Vorjahr um 6 Prozent auf 171,1 Mio. Euro. Der Gewinn pro Aktie verringerte sich im Vorjahr von 0,42 Euro auf 0,06 Euro.

Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) verringerte sich um 6,2 Prozent auf 7,3 Mio. Euro, da wesentliche Umsätze des vierten Quartals 2002 erst Anfang 2003 wirksam geworden seien, so S&T. Zum EBITDA-Rückgang hätten auch Kosten für die Eingliederung des türkischen IT-Unternehmens Protek, die allgemein schwierige wirtschaftliche Lage in der Türkei sowie Wechselkursverluste beigetragen. Protek wurde im Juni 2002 von S&T übernommen.

2002: "Schwieriger als erwartet"
Das Geschäftsjahr 2002 habe sich schwieriger als erwartet gestaltet, die allgemeine Konjunkturentwicklung habe sich in den Ergebnissen widergespiegelt, kommentierte S&T-Vorstandschef Karl Tantscher die Ergebnisse. In den vergangenen Monaten seien die Aufträge aber wieder stark angestiegen, im ersten Quartal 2003 habe man eine "ausgezeichnete Auftragslage" gehabt.

Der Umsatz stieg im Kerngeschäft um 25 Prozent. Bereinigt um den Verkauf des Hardwarevertriebs im Juli 2002 belief sich das organische Wachstum im Jahr 2002 auf rund zehn Prozent. Zum Umsatzwachstum hätten vor allem gute Geschäfte in der Ukraine, Russland und Kroatien beigetragen, hieß es.

S&T ist in 16 Ländern Zentral- und Osteuropas und der Türkei tätig. Das Unternehmen berät, entwickelt und implementiert maßgeschneiderte IT-Lösungen und bietet Serviceleistungen an.

Weitere Informationen:

  • S&T-Website

    27.3.2003 09:55