Mittwoch, 26. März 2003

Nvidia lässt bei IBM produzieren

  • GeForce FX-Familie wird in New York vom Band laufen
  • Größe der Profultion ist nicht bekannt

Nvidia wird einen Teil seiner Grafikchips der nächsten Generation, der GeForce FX-Familie, bei IBM fertigen lassen. Der Grafikchip-Spezialist benötigt mehr Kapazitäten und wollte nach eigenen Angaben seine Abhängigkeit von einem einzigen Produzenten verringern. Die Produktion soll im Sommer starten. Wie viele Grafikchips IBM für Nvidia herstellen wird, wurde allerdings nicht bekannt gegeben.

Nvidias bisheriger Chipproduzent, Taiwan Semiconductor Manufactoring Company (TSMC), hat inzwischen eine eigene Presseerklärung veröffentlicht. Der Lohnfertiger versichert, dass TSMC weiterhin Nvidias wichtigster Foundry-Partner bleiben werde. Die Einführung von Nvidias neuem Flaggschiff, dem GeForce FX, hatte sich nach Schwierigkeiten bei TSMC verzögert. Die Chip-Foundry hatte laut Medienberichten wegen der Umstellung vom 0,18- auf den 0,13-Mikron-Fertigungsprozess zeitweise ihre Produktion eingestellt.

IBM wird die 0,13 Mikron-Grafikprozessoren voraussichtlich in seinem erst im vergangenen Jahr fertiggestellten 300-Millimeter Wafer-Werk in East Fishkill im Bundesstaat New York produzieren. Big Blue hatte im vergangenen September sein 300-Millimeter-Wafer-Werk eröffnet. Mit 2,5 Mrd. Dollar Gesamtkosten ist es die bisher teuerste Chipfabrik des Konzerns. Neben Produktionsanlagen verfügt das Werk auch über eine eigene Entwicklungsabteilung. Das Werk verbindet alle Technologien von IBM in der Chipfertigung wie Kupferverdrahtung, Silicon-on-Insulator-Transistoren (SOI) sowie verbesserte Isolierung ("low-k dielectric") und bietet die Möglichkeit Strukturen kleiner als 100 Nanometer zu produzieren. (pte/red)

Weitere Informationen:

  • Nvidia-Website
  • IBM-Website
  • TSMC-Website

    26.3.2003 17:18