Palmers beendet Internet- und Medien-Aktivitäten
- Jugendwäschemarke "p2" bleibt im Konzern
- "Dot-com-Sachen brauchen wir nicht"
Bei Palmers beginnt der neue starke Mann, Paul Tanos, Aufsichtsratschef der "P" Beteiligungsholding, im Firmengeflecht des Konzerns aufzuräumen. Erster Schritt: die Trennung von der vor rund zwei Jahren gegründeten Internet- und Medien-Tochter p2 media AG, die sich um die Vermarktung der Jugendwäschelinie des Konzerns, p2, kümmerte. Die Marke und "der eine oder andere Mitarbeiter" werden im Konzern bleiben, so Tanos, "die Dotcom-Sachen brauchen wir aber nicht mehr".
Die p2 media AG wurde im Frühjahr 2001 als p2.com gegründet - mit Investitionen von rund 3,5 Mio. Euro, wie es damals hieß. Sie sollte mit "zeitgemäßer Kommunikation" für die Zielgruppe der 14- bis 29-Jährigen den Kauf von p2-Wäsche und -Bekleidung pushen.
Eine Frist für den Rückzug aus dieser Aktivität gibt es laut Tanos nicht, es soll aber "so schnell wie möglich" über die Bühne gehen. Das Unternehmen p2 media schrieb Verluste, die allerdings nicht näher beziffert werden. Die p2 media AG - sie hängt im Konzern an der Palmers Textil AG sowie der G Privatstiftung - beschäftigt zehn Mitarbeiter und ist mit 50 Prozent an der Fernsehproduktionsfirma p2 night TV beteiligt, die zwei Mal wöchentlich beim deutschen Privatsender Pro Sieben ausstrahlt.
Vorstand Alexander Vogel sieht die vernetzten Kommunikationsdienstleistungen der p2 media AG - von Internet über SMS bis Fernsehen und Teletext - auch als besonderes Asset für einen der derzeit fünf Interessenten. Das Internetportal www.p2.com zählte zuletzt sieben Mio. Zugriffe und 23.000 registrierte User.
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