FP-Chef Haupt droht mit Rücktritt: Gibt Haupt auf?
- PLUS: Ihre Meinung zu Schwarz-Blau II

·Schreiben Sie!
Ihre Meinung zu Reform & Streiks!
Umfrage','Umfrage','width=450,height=200,menubar=0,toolbar=0,location=0,status=0,resizable=0,scrollbars=0,copyhistory=0,directories=0').focus();return false">·UMFRAGE
Sind Sie für vorgezogene Neuwahlen?
Haider fordert FP-Kurskorrektur: Wer für Haider kämpft, wer ihn kritisiert und wer seine „glorreichen 7“ sind. FP-Chef Herbert Haupt droht intern mit Rücktritt, um Parteispaltung zu verhindern: Wann er gehen muss.
Der arme Tierarzt kommt nicht zur Ruhe. Kaum glaubt er, dass ihm wenigstens ein Coup gelungen sei – Herbert Haupt verkündete, dass Susanne Riess-Passer und Mathias Reichhold ab Mai in die „Privatwirtschaft wechseln“, und wollte so die blaue „Privilegiendiskussion“ abwürgen –, trifft ihn der nächste Schlag. Denn anstatt über sein „erfolgreiches Management“ zu reden, beschäftigt sich die FPÖ wieder mit Rücktrittsgerüchten.
Wann geht Haupt?
Doch ausnahmsweise ist nicht Jörg Haider „schon weg“, sondern Haupt selbst angeblich in Bälde Geschichte. FP-Insider berichten, dass Haupt „im Juni aus gesundheitlichen Gründen zurücktreten“ werde. Haupts Gegenschlag: Jetzt will er jene medizinischen Befunde vorlegen, laut denen er seine – bis dato als unheilbar geltende – Hepatitis C überwunden hat, und die Haupt schon vor mehr als einem Jahr in NEWS präsentierte.
Tatsächlich dürfte weniger Haupts Gesundheit Auslöser der offiziell dementierten Rücktrittsspekulationen sein als vielmehr – Haider. Wie lange kann Haupt, der elf Autounfälle, einen Tauchunfall und einen Flugzeugabsturz überlebte, noch Haiders Kritik überstehen, fragen sich Parteifreunde des „Schussels“ (Haupt über Haupt). Immerhin kämpft der Vizekanzler weiter mit der – derzeit „ausgeheilten“ – Hepatitis C und war schon zweimal klinisch tot.
Haiders Bedingungen
Aber nicht einmal der Krieg im Irak kann Haider zum Einlenken bringen. Vorbei die blaue Hoffnung, die Krise könnte im Windschatten des Krieges „zugeschüttet werden“, wie etwa ein FP-Parlamentarier meinte. Denn Haider genügen Haupts Zusicherungen, man werde das Thema „Privilegien in den Verfassungskonvent im Frühjahr“ einbringen, längst nicht.
Im Gegenteil: Haiders Drohung, mindestens sieben FP-Abgeordnete könnten sich „abspalten“ und „eine eigene Fraktion gründen, falls die Bundespartei nicht auf den Pfad der FP-Tugenden zurückkehrt“, hängt weiter wie ein Damoklesschwert über Haupt. Haider bekräftigt: „Die mögliche Abspaltung hängt von Gesprächen mit Haupt und seinen Leuten diese Woche ab.“ Und die Kärntner FP-Abgeordneten Uwe Scheuch und Sigisbert Dolinschek können sich im NEWS-Gespräch „vorstellen, einem rot-grünen Antrag zum Politikerbezügegesetz“ zuzustimmen.
Gespaltene Partei
Die FPÖ ist nach wie vor eine zutiefst gespaltene Partei. In NEWS-Interviews werden die Gräben deutlich. Während FP-Mandatarin Helene Partik-Pablé Haiders Drohungen als „destruktiv und unverständlich“ verdammt und immer noch „die Rauchwolken von Knittelfeld hinter dem blauen Haus sieht“, stellen sich die Kärntner Scheuch und Dolinschek eben demonstrativ hinter Haider.
Isabelle Daniel
Die ausführliche Story lesen Sie im neuen NEWS.
Außerdem:
Cannes21:21
Zweite Goldene PalmeMichael Haneke gewinnt mit "Amour" den Hauptpreis bei den Filmfestspielen
Familiendrama in St. Pölten15:23
Bluttat: Bub ist totÄrzte kämpften erfolglos: Achtjähriger Bub nach Kopfschuss gestorben
