Donnerstag, 27. März 2003

BA-CA-Börse-Comeback: AVZ wird keine Aktien kaufen

  • Rieder erwartet "ökonomisch höheres Maß an Eigenständigkeit"

Die Wiener AVZ-Privatstiftung, mit 5,2 Prozent drittgrößte Aktionärin der bayerischen HypoVereinsbank (HVB), wird beim geplanten Börsegang der Bank Austria Creditanstalt (BA-CA) keine Aktien aus der Kapitalerhöhung erwerben. Das sagte Wiens Vizebürgermeister und Finanzstadtrat Sepp Rieder. Den Börsegang selbst bezeichnete er als "durchaus positive Entwicklung nicht nur für die Stadt Wien, sondern auch aus österreichischer Sicht".

Für die BA-CA bringe die Rückkehr an die Wiener Börse ein "ökonomisch höheres Maß an Eigenständigkeit", so Rieder. Dies beeinflusse aber in keiner Weise die Situation der AVZ-Stiftung. Es sei weder an Aktienkäufe noch -verkäufe gedacht: "Die Stiftung beteiligt sich nicht an Börsengeschäften." Dies sei auch in den Stiftungsstatuten so festgelegt.

Bis Anfang 2001 war die Stadt Wien über die Anteilsverwaltung Zentralsparkasse (AVZ) mit 22,7 Prozent Hauptaktionärin der Bank Austria gewesen. Mit der Fusion der Bank Austria mit der HypoVereinsbank wurde die AVZ - inzwischen eine Stiftung - über Aktientausch Anteilseignerin an der HVB.

Aus Stiftungserlösen der AVZ-Stiftung und damit primär aus Dividenden, die die HyoVereinsbank der AVZ überweist, wird der Wiener Technologiefonds gespeist. Nach dem Rekordverlustjahr 2002 musste die HVB ihre Dividende für das letzte Geschäftsjahr allerdings streichen. Mit der angekündigten Kapitalerhöhung könnte sich dies nun wieder bessern, zeigte sich Rieder zuversichtlich.

27.3.2003 16:16