Telekom Austria mit positivem Nettoergebnis 2002
- Czech Online-Abschreibung belastet Ergebnis
- Entscheidung über Swisscom-Einstieg bei TA Ende April
Die Telekom Austria (TA) hat im vergangenen Jahr erstmals seit 1999 wieder einen Nettogewinn erzielt. Dies bestätigten Managementkreise am Mittwoch nach der Aufsichtsratssitzung gegenüber der APA. Genaue Zahlen wurden vorerst nicht genannt. Analysten gehen im Schnitt von einem Jahresüberschuss von 68 Mio. Euro aus.
Der Umsatz ist laut Managementkreisen zurückgegangen. Analysten waren hier zuletzt im Schnitt von einem Umsatz von 3,869 Mrd. Euro, was einem Rückgang um 75 Mio. Euro entsprechen würde. Vor allem die Festnetzumsätze sollen weiter geschrumpft sein.
Belastet worden sein soll das Ergebnis außerdem durch kräftige Abschreibungen für die tschechische Internettochter Czech Online in Höhe von 40 Mio. Euro. Ein Nettogewinn ergibt sich deshalb nur nach US-GAAP-Bilanzierung. Nach HGB habe die Telekom auch im vergangenen Jahr noch einen Verlust eingefahren, heißt es in den Kreisen.
Ihre Einsparungsziele hat die TA im Vorjahr laut der Quelle erreicht. Der im Jahr 2000 angekündigte Abbau von 5.000 Mitarbeitern bis Ende 2002 sei umgesetzt worden. Für heuer sieht der Businessplan den Abbau von 500 weiteren Stellen vor. ÖIAG-Vorstand TA-Aufsichtsrat Peter Michaelis soll heute, Mittwoch, in der Aufsichtsratssitzung noch zusätzliche Restrukturierungsschritte urgiert haben, mit denen das Ergebnis in Zukunft weiter verbessert. Dazu soll es demnächst eine Sondersitzung in der TA geben.
Beim Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) hat die TA die Erwartungen der Investmentbänker erfüllt. Mit 1,515 Mrd. Euro lag das Ebdita 2,7 Prozent über dem Niveau des Vorjahres und damit innerhalb der von den Analysten prognostizierten Spanne von 1,487 bis 1,540 Mrd. Euro. Deutlich stieg das Betriebsergebnis (Ebit), das sich von 158,0 Mio. Euro im Jahr 2001 auf 323,5 Mio. Euro 2002 mehr als verdoppelt hat.
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