Ölpreis unter 24 $: Diesel um 2 Cent billiger
- Tiefster Stand seit November nach dem Vorstoß in Bagdad!
- Präferenzsorte Brent in London zu Handelsbeginn unter 24 $
·Der Ölpreis
Die Entwicklung seit Kriegsbeginn
·OPEC reagiert
Fördermengen freigegeben
Öl unter 24 Dollar, Diesel wird in Österreich um 2 Cent billiger: Nach einem zentralen Vorstoß der US-Streitkräfte in Bagdad ist der Ölpreis am Montag auf den tiefsten Stand seit November gefallen. Am Markt wurde darauf spekuliert, dass bei einem schnellen Kriegsende die Ölproduktion Iraks kaum beeinträchtigt wird.
Die OMV hat per sofort den Richtpreis für Diesel um 2 Cent gesenkt. Ein Liter Diesel kostet nunmehr maximal 0,799 (Selbstbedienung) bzw. 0,814 (Bedienung) Euro je Liter. Die OMV begründet dies mit den gesunkenen Rohölpreisen und niedrigeren Produktnotierungen. Es ist dies die dritte Senkung von OMV-Richtpreisen seit 20. März. Die Richtpreise für die anderen Produkte blieben gleich.
Zuletzt sind am vergangenen Freitag die Richtpreise für Benzin, Super und Super Plus um je 1 Cent pro Liter reduziert worden. Die Preise für Diesel und Heizöl sanken um 3 Cent je Liter.
Ölpreis unter 24 Dollar
An der Londoner Warenterminbörse International Petroleum Exchange (IPE) sank der Preis für einen Barrel (rund 159 Liter) der führenden Nordseesorte Brent zur Lieferung im Mai zu Handelsbeginn um 93 Cent auf 23,75 Dollar (22,15 Euro).
"Es wird erwartet, dass beim Fall Bagdads kein Kampf mehr um die Ölfelder notwendig sein wird", sagte Ölanalyst Simon Games-Thomas in Sidney. "Ein Fall Bagdads würde eine friedvolle Übergabe der restlichen irakischen Ölfelder bedeuten." Die US-Truppen haben am Montag nach eigenen Angaben die Kontrolle über den Hauptpalast des Präsidenten Saddam Hussein erlangt und sind in einen weiteren vorgedrungen. Auf Widerstand stießen sie den Angaben zufolge an wichtigen Ministerien, die von den irakischen Republikanischen Garde verteidigten.
Der Ölpreis gab allein im vergangenen Monat um 30 Prozent nach, da der bisherige Kriegsverlauf die schlimmsten Befürchtungen des Marktes vor einer weitgehenden Zerstörung der irakischen Ölfelder nicht bestätigt hat. Analysten erwarten einen weiteren Rückgang des Preises, wenn der Irak den Export wieder aufnimmt.
Der Großteil der Ölfelder, aus denen insgesamt 60 Prozent des irakischen Öls gefördert werden, sind bereits unter der Kontrolle der US-Streitkräfte und ihrer Verbündeten. Die Ölfelder im Norden in der Nähe von Kirkuk sind in irakischer Hand. Der Irak verfügt nach Saudi-Arabien über die weltweit zweitgrößten bekannten Ölreserven.
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