Tschechen wollen gegen Österreich mindestens 4 Tore
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2:3 vs. Tschechen - Was sagen Sie?
Das kann ja heiter werden! Nach dem 1:1 in Holland gibt sich Österreichs EM-Quali-Gegner von Mittwoch (ab 20.30 Uhr LIVE auf NEWS NETWORLD) in Prag, Tschechien, mehr als selbstbewußt. Ein Sieg? Keine Frage! Offen ist nur, mit wie vielen Toren. HSV-Verteidiger Ujfalsui: "Jeder Treffer kann am Ende entscheiden. Mehr als bei Hollands Sieg in Wien sollten es schon werden." Also mindestens vier...
Teamchef Hans Krankl weiß, dass das nicht mal übertrieben ist: "Tschechien hatte keine einzige Schwachstelle, gehört so wie die Niederlande zu den fünf besten Nationalmannschaften in Europa." Österreichs Fußball-Teamchef Hans Krankl machte sich am Samstag selbst ein Bild vom kommenden Gegner in der Gruppe drei der EM-Qualifikation. Krankl beobachtete das 1:1 von Tschechien gegen die Niederlande und kehrte einigermaßen beeindruckt aus Rotterdam zurück.
Manchester United-Torjäger Ruud van Nistelrooy hatte die Niederländer in der 45. Minute in Führung gebracht, danach allerdings bekamen die Tschechen das Spiel in den Griff und schafften durch Jan Koller nach Vorlage des eingewechselten Milan Baros den verdienten Ausgleich (68.).
Abweht mit lauter "Riegeln"
Der Dortmunder Sturm-Tank fiel Krankl nicht nur wegen des Treffers positiv auf. "Nedved, der sehr hart genommen wurde, und Koller waren überragend. Baros hat frisches Blut gebracht, Galasek war im zentralen, defensiven Mittelfeld wichtig. Der hat 20 taktische Fouls gemacht und nicht einmal die Gelbe Karte bekommen. In der Abwehr sind lauter 'Riegel', die habe ich noch nie so gut gesehen, der Tormann hat mich beeindruckt", lobte der 50-Jährige die Gäste. Rosicky sei nach seiner langen Verletzungspause dagegen noch nicht in Hochform gewesen.
Herzog und Co. nur Außenseiter
Neue Aufschlüsse gab es für Krankl in Rotterdam nicht. Dass Herzog und Co. als klare Außenseiter im Sparta-Stadion gelten, war schon lange klar. "Realistisch gesehen ist nichts drinnen. Aber ich wäre ein schlechter Trainer, wenn ich nicht an unsere Chance glauben würde. Auch wenn du Realist bist, kannst du nicht alle Chancen aufgeben. Noch ist es so, dass elf gegen elf spielen", sagte der einstige "Goleador".
Tschechen selbst als Vorbild
Als Beispiel und Vorbild sieht der Teamchef das Auftreten der Tschechen beim 2:0 in Paris gegen Europameister Frankreich: Den Leistungsträgern wenig Platz lassen, in der Raumdeckung und im Mittelfeld eng und tief stehen, so sein Rezept. Manndeckung oder Sonderbewachung wird es nicht geben. Nicht trotz der vielen Stars, sondern wegen der vielen Stars. "Du kannst nicht alle besonders bewachen, die wir bräuchten. Man kann nicht mit sieben Sonderbewachern spielen, das würde nicht funktionieren", betont Krankl.
Koller muss abgeschirmt werden
Auf Koller werden die Österreicher dennoch besonderes Augenmerk legen müssen. Der 2,02 m-Hüne war am Mittwoch der einzige Stürmer in der Anfangs-Elf, im Heimspiel am Mittwoch erwartet Krankl allerdings das Duo Koller-Baros an vorderster Spitze. "Wir werden üben, wie man Koller abdeckt. Es ist wichtig, dass man ihn doppelt abschirmt. Ich habe noch nie einen so großen Spieler gesehen, der so gut Fußball spielt. Er ist mit dem Kopf gar nicht so torgefährlich, aber er spielt sehr intelligent, lässt die Bälle abprallen. Wir müssen auf die aufpassen, die nachkommen", analysiert der Teamchef.
Tschechiens Trainer voll zufrieden
Tschechiens Nationalbetreuer Karel Brückner war mit dem 1:1 im De Kuip-Stadion voll zufrieden. "Wir wussten was uns erwartet und meine Spieler haben das Besprochene gut umgesetzt", erklärte er. Oranje-Bondscoach Dick Advocaat beklagte dagegen nicht nur die vergebene Top-Ausgangsposition für den Gruppensieg - die Niederländer müssen am 9. September noch nach Tschechien - sondern auch zwei Verletzte. Giovanni van Bronckhorst musste schon in der ersten Spielhälfte ausgetauscht werden, Jaap Stam klagte nach dem "Dino-Duell" mit Jan Koller über Achillessehnen-Beschwerden. "Wenn man das ganze Match betrachtet, dann haben wir zwei Punkte verloren", meinte Advocaat, der den vergebenen Chancen in der ersten Spielhälfte nachtrauerte.
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