Mittwoch, 26. März 2003

"Sommertheater" um angeblichen Beckham-Wechsel

  • Real will mit ecks`Hilfe auf Asiens Märkten stärker Fuß fassen
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Auf welchem Posten sollte David Beckham bei Real Madrid überhaupt spielen? Bei den "Königlichen" ist die Position des "Spice Boy" im rechten Mittelfeld mit dem Portugiesen Luis Figo erstklassig besetzt. Dennoch halten weite Teile der spanischen und der britischen Presse es für eine ausgemachte Sache, dass Englands populärster Fußballer in diesem Sommer von Manchester United zum spanischen Rekordmeister wechselt. Im Gespräch ist eine Ablösesumme von 55 Millionen Euro.

Die Dementi der beiden Clubs will niemand so recht glauben. Dafür scheinen Real und "Becks" einfach zu gut zueinander zu passen. Der erfolgreichste Verein der Welt und der zur Pop-Ikone gewordene Fußballer - da hören Werbemanager die Kassen bereits klingeln. Eine Verpflichtung Beckhams stünde auch im Einklang mit der Strategie des Real-Präsidenten Florentino Pérez: Vor drei Jahren holte er Figo, dann Zinedine Zidane und schließlich Ronaldo. Jedes Jahr ein neuer Superstar. Nun scheint Beckham an der Reihe zu sein.

Der "Blätterwald" rauscht
Die Spekulationen um einen möglichen Transfer füllen seit Wochen ganze Zeitungsseiten in Spanien und Großbritannien. Sie werden auch bis zum Sommer nicht verstummen und zum Dauerbrenner werden. Real Madrid bestreitet, irgendwelche Gespräche in Sachen Beckham geführt zu haben. Dies war auch bei Zidane und bei Ronaldo so, aber letzten Endes zog Real die Weltfußballer doch an Land.

Passt Becks zu den "Außerirdischen"?
"Beckham kommt", freute sich das Madrider Sportblatt "Marca" schon vor mehreren Tagen. In Spanien ist man längst dabei, sich über die Details eines möglichen Wechsels Gedanken zu machen. Wie passt Beckham in Reals "Team der Außerirdischen"? Was wird aus Figo? Torjäger Raúl stellte sich bereits auf die Seite des Portugiesen: "Jeder weiß, von wem ich mehr halte." Dagegen meint Ronaldo: "Wir werden für Beckham schon einen Platz in unserer Elf finden."

Probleme mit der Werbung
Beckham könnte den Madridern helfen, auf den Märkten in Asien stärker Fuß zu fassen, wo der Absatz von Real-Trikots zu wünschen übrig lässt. "Er ist eine wahre Geldmaschine", schreibt das Sportblatt "As". Aber hier beginnen auch die Probleme. Beckham wirbt für den Telekom-Konzern Vodafone, während die Real-Elf den Schriftzug des Konkurrenten Siemens auf den Trikots trägt.

Victoria hat es Naomi verraten
Auch die prominente Ehefrau Victoria - so wird spekuliert - könnte einem Umzug nach Madrid entgegenstehen. Das Ex-Spice-Girl will nach der Auflösung ihrer Band beweisen, dass sie auch als Solistin Erfolg haben kann. Aber das geht nur in England. Dennoch soll die Sängerin ihrer Freundin, dem Model Naomi Campbell, gesteckt haben: "Im nächsten Jahr wird David in Madrid spielen."

26.3.2003 16:47