"Miss Money" Jones und El Guerrouj Preisgeld-Könige
- Für Gebrselassie lag das große Geld im Vorjahr auf der Straße

US-Sprint-Star Marion Jones (Bild) ist mit 482.388 Dollar die unangefochtene Preisgeld-Königin des Leichtathletik-Jahres 2002. Bei den Männern streifte Marokkos Wunderläufer Hicham El Guerrouj mit 413.455 Dollar die größte Gesamtsumme ein. Dies geht aus einer Übersicht der Top 50 hervor, die das "Leichtathletik-Magazin" in seiner jüngsten Ausgabe veröffentlicht. Ausgewertet wurden Angaben von 55 internationalen Hallen- bzw. Freiluft-Meetings, unberücksichtigt blieben allerdings Marathon- oder Straßenläufe.
Für die dreimalige Olympiasiegerin Jones zahlten sich vor allem der Grand-Prix-Gesamtsieg und das Knacken des Golden-League-Jackpot aus, den die 27-Jährige gemeinsam mit drei anderen Athleten teilen musste. Ihr Manager kann für "Miss Money" von den Meeting-Veranstaltern Gagen zwischen 60.000 und 80.000 Dollar fordern, geht aus einer weiteren Rangliste des Leichtathletik-Fachmagazins hervor. Der Niederländer Jos Hermens, seit Jahren als Manager groß im Geschäft und u.a. auch für Österreichs 800-m-Vizeweltmeisterin Stephanie Graf zuständig, schätzt das Jahreseinkommen von Profi-Sprinterin Jones auf "rund zweieinhalb Millionen Dollar".
Auf dieses Jahres-Salär taxierte Hermens überraschend auch die britische Langstreckenspezialistin Paula Radcliffe, die im Vorjahr für Furore sorgte: Nach ihrem Commonwealth-Sieg in Manchester wurde sie in München Europameisterin über 10.000 m und pulverisierte in Chicago gleich in ihrem zweiten Marathon die Weltbestzeit. Dafür wurde die "Welt-Leichtathletin 2002" mit 250.000 Dollar belohnt, der höchsten Prämie in der Geschichte des Marathonlaufs. Zum Vergleich: Der für die USA startende Marokkaner Khalid Khannouchi kassierte für seinen Sieg in Weltbestzeit beim London-Marathon "lediglich" 235.000 Dollar.
Prämien-Krösus des Jahres 2002 war allerdings der Äthiopier Haile Gebrselassie, für den das Geld regelrecht auf der Straße liegt. Eine Million Dollar war den Veranstaltern eines 10.000-m-Straßenlaufes am 11. Dezember in Doha der Auftritt des 29-Jährigen wert. Für sein Marathon-Debüt am 14. April in London soll der Ausnahmeläufer "nur" 510.000 Euro kassiert haben.
| Preisgeld-Rangliste 2002 | ||||
| Männer: | ||||
| 1. | Hicham El Guerrouj | MAR | 1.500 m | 413.455 Dollar |
| 2. | Felix Sanchez | DOM | 400 m Hürden | 386.410 |
| 3. | Tim Montgomery | USA | 100 m | 338.500 |
| Frauen: | ||||
| 1. | Marion Jones | USA | 100 m | 482.388 Dollar |
| 2. | Ana Guevara | MEX | 400 m | 318.410 |
| 3. | Swetlana Feofanowa | RUS | Stabhoch | 242.500 |
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