Innauer: "Mit dieser Saison sollten wir zufrieden sein"
- Zwischensaison 03/04 ist Gelegenheit zur Weiterentwicklung
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Auch Österreichs Skispringer haben am Sonntag in Planica die lange Weltcup- und WM-Saison beendet. Mit dem ersten Nationencup-Sieg seit zehn Jahren und das in überlegener Manier, mit den Rängen drei, fünf und sechs im Gesamt-Weltcup und mit sieben Einzelsiegen sowie 29 Podestplätzen konnte der Nordische ÖSV-Direktor Toni Innauer freilich nur eine positive Bilanz ziehen. Auch wenn die ÖSV-Adler bei den Weltmeisterschaften im Val di Fiemme medaillenlos geblieben waren, was freilich den Wermutstropfen für Rot-Weiß-Rot bedeutete.
"Wenn man nun an gleicher Stelle wie vor einem Jahr auf die Saison zurückblickt, dann muss man schon sagen, dass wir eine sehr erfolgreiche Saison gehabt haben", meinte Innauer noch in Planica. Man habe allerdings auch einige Turbulenzen durchmachen müssen, die "wir nicht alle abfangen konnten". Innauer spricht dabei natürlich die Weltmeisterschaften an. "Aber wir sollten wirklich zufrieden sein. Wir haben auch in Bereichen wie Materialentwicklung eine gewisse Unabhängigkeit erreicht und sogar eine lange Zeit den Trend vorgegeben", spricht der Vorarlberger die Anzüge an.
Wesentlich sei es nun, bei der Analyse klar über Schwächen und Stärken dieser Saison zu reden. Im Groben habe es sehr gut funktioniert, in Einzelheiten gäbe es Verbesserungsmöglichkeiten. Innauer spricht individuelle skisprungtechnische Aspekte, das Krafttraining und auch den psychologischen Bereich an. Angesprochen auf die Lustlosigkeit von Andreas Widhölzl meint der Nordische Direktor: "Er hat da sicher noch großes Potenzial. Aber die persönlichen Ressourcen muss er selbst finden, das kann man nicht für ihn machen." Ein Profisportler stehe auch unter einer gewissen Selbstverantwortung.
Saison 03/04 Gelegenheit zur Entwicklung
Das Trio Lepistö mit seinen Co-Trainern Stefan Horngacher und Heinz Kuttin habe sich sehr gut bewährt, auch wenn es seiner Meinung nach zu Beginn der Saison etwas zu hoch eingeschätzt worden sei, erklärte Innauer. Die nun kommende Zwischensaison ohne WM oder Olympia, abgesehen von den Skiflug-Weltmeisterschaften, bietet jedenfalls Gelegenheit, sowohl zur weiteren Personalentwicklung, als auch zur Weiterentwicklung der Jungen. Für Innauer ist es gar nicht schlecht, dass die "Leichtigkeit und andeutungsweise Überheblichkeit nach den Erfolgen rechtzeitig einen Dämpfer erhalten hat".
Am 7. und 8. April erfolgt in Innsbruck die große Saison-Klausur, Cheftrainer Lepistö wird aus seiner finnischen Heimat anreisen. Er persönlich stellt sich vor, dass u.a. die am Bergisel eingebaute Absprungkraft-Mess-Anlage verstärkt genützt wird. "Wir haben bisher zu wenig Resultate davon bekommen", so der Finne.
Das Potenzial für das ÖSV-Team ist jedenfalls gewaltig, ein Florian Liegl ist mit 20 schon Gesamt-Weltcup-Fünfter, ein Thomas Morgenstern mit 16 schon Einzelsieger und 20. Und auch Christian Nagiller und Andreas Kofler haben von den Jungen mit lange Zeit konstanten Leistungen überzeugt. In der kommenden Saison kommt das schwierige Jahr der Bestätigung auf die Youngster zu.
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