Exilpolitiker einigen sich auf Erklärung zu Iraks Zukunft
- Gewählte Übergangsverwaltung soll mit UNO-Mission kooperieren
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Rund 300 irakische Exilpolitiker haben sich am Samstag bei einem Treffen in London auf eine vorläufige, mit der UNO koordinierte Verwaltung des Irak nach Kriegsende geeinigt. Eine entsprechende "politische Erklärung" verabschiedeten die Mitglieder der Bewegung "Unabhängige Iraker für die Demokratie" am Abend per Handzeichen. Ein Kongress müsse sehr bald nach Kriegsende eine provisorische Verwaltung wählen, um das befürchtete Machtvakuum zu füllen, sagte der ehemalige irakische Außenminister Adnan Pashashi auf einer Pressekonferenz.
Die Übergangsverwaltung müsse in Abstimmung mit einer UNO-Sondermission für die Machtübergabe an eine gewählte Regierung sorgen.
Der 80-jährige Pashashi wurde zum Vorsitzenden eines mit der Umsetzung der Beschlüsse beauftragten Komitees gewählt. Auf weitere Mitglieder des Komitees, das unter anderem Kontakt zum UNO-Sicherheitsrat aufnehmen soll, konnten sich die Versammlungsteilnehmer nicht einigen.
Pashashi lebt seit 1970 in den Vereinigten Arabischen Emiraten. Er gehörte ursprünglich zu einem sechsköpfigen Führungsgremium, auf das sich die zerstrittene irakische Opposition vor einem Monat bei einem Treffen im Kurdengebiet einigte. Mittlerweile hat sich der Sunnit jedoch von dem Gremium distanziert.
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