Samstag, 29. März 2003

Verhaftete italienische Journalisten in Bagdad wohlauf

  • Irakische Behörden sollen über weiteren Aufenthalt entschieden

Die sieben italienischen Journalisten, die am Freitag von irakischen Soldaten bei Basra festgenommen worden sind, befinden in einem Hotel in Bagdad und sind wohlauf. Dies berichteten am Samstag die betroffenen Reporter, die Kontakt mit ihren Redaktionen aufnehmen konnten. "Wir sind gut behandelt worden", versicherte der Journalist der Tageszeitung "Corriere della Sera", Francesco Battistini, nach Angaben des italienischen Staatsfernsehens RAI.

Die sieben Journalisten sollen ersten Angaben zufolge nicht aus dem Irak ausgewiesen werden. Die irakischen Behörden müssen noch entscheiden, ob sie eine Akkreditierung erhalten sollen, um weiterhin aus Bagdad berichten zu können. Die sieben Journalisten waren am Freitag unter der Aufsicht irakischer Soldaten von Basra in die irakische Hauptstadt gebracht worden.

"Wir sind sehr froh, dass unseren Kollegen nichts zugestoßen ist. Dies beweist, dass man im Irak noch arbeiten kann, um eine umfassende Berichterstattung zu garantieren", sagte der Chefredakteur der Bologneser Tageszeitung "Il Resto del Carlino", Giancarlo Mazzuca, nachdem er mit seinem Korrespondenten Lorenzo Bianchi telefoniert hatte. Ein Konvoi mit den italienischen Journalisten war am Freitag von irakischen Soldaten in Basra festgehalten worden.

Über die Lage der italienischen Journalisten hatte sich auch der Präsident des Europa-Parlaments, Pat Cox, besorgt gezeigt. "Ich hoffe, dass alle Journalisten bald nach Hause zurück kehren können", hatte Cox am Samstagvormittag am Rande einer Konferenz in Rom betont.

29.3.2003 16:29