Erstes Schiff mit Hilfsgütern legt in Umm Kasr an
- Eine Million Euro für humanitäre Hilfe aus Österreich
- Ferrero-Waldner: "Helfen, wo die Not am größten ist"
Das österreichische Außenministerium stellt im Rahmen seiner Entwicklungszusammenarbeit eine Million Euro als Soforthilfe für humanitäre Maßnahmen im Irak bereit. Das teilte Ressortleiterin Benita Ferrero-Waldner am Freitag in einer Aussendung mit. Zeitgleich konnte das erste britische Schiff mit Hilfsgütern in Umm Kasr anlegen.
In der südirakischen Hafenstadt Umm Kasr hat ein erstes britisches Schiff mit Hilfsgütern angelegt. Die "Sir Galahad" konnte am Freitag endlich in den Hafen einfahren, nachdem das Hafenbecken von Minen befreit worden war. An Bord sind eine Million Liter Wasser und große Mengen Nahrung sowie Medikamente. Die Hilfsgüter sollten zunächst von der britischen Armee verteilt werden, wie ein General sagte. Die Ausgabe solle voraussichtlich am Samstag beginnen.
Österreichs Geld über UNO
Ein weiterer Teil der Hilfsgelder soll über die UNO abgewickelt werden. "Denn die UNO, davon bin ich fest überzeugt, muss eine zentrale Rolle im humanitären Bereich spielen. Nur sie kann die weltweit anlaufenden Hilfsmaßnahmen effizient koordinieren", sagte Benita Ferrero-Waldner. Der Rest der Mittel soll über das Österreichische Rote Kreuz, die Caritas und andere Hilfsorganisationen abgewickelt werden.
"Man muss dort helfen, wo die Not am größten ist", meinte Benita Ferrero-Waldner. Am meisten würden die Kinder unter den furchtbaren Auswirkungen eines bewaffneten Konflikts leiden. "Das haben wir auch auf dem Balkan gesehen", erklärte die Außenministerin. "Österreich hat sich im humanitären Bereich großartiges internationales Ansehen durch seine großzügige Hilfe im Rahmen von Nachbar in Not erworben", sagte Ferrero-Waldner.
Die Außenministerin wird daher kommende Woche gemeinsam mit dem slowenischen Außenminister Dimitrij Rupel erörtern, wie diese Erfahrungen zum Wohle irakischer Kinder eingesetzt werden können. Das so genannte "Netzwerk für menschliche Sicherheit" - ein aus 13 Staaten auf allen Kontinenten bestehender Zusammenschluss im UN-Rahmen, in dem die Außenministerin derzeit den Vorsitz führt - sei dafür ein sehr geeigneter Rahmen, hieß es.
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