Donnerstag, 27. März 2003

Powell gegen Feuerpause im Golfkrieg

  • Powell für UNO-Koordinator nach Kriegsende im Irak

US-Außenminister Colin Powell hat Vorschläge nach einem Waffenstillstand im Irak zurückgewiesen. Eine Feuerpause würde den irakischen Staatschef Saddam Hussein in der Hoffnung bestärken, einem Sturz entgehen zu können, sagte Powell am Mittwoch vor Journalisten in Kairo.

Die USA würden den Krieg bis zu seinem erfolgreichen Abschluss fortsetzen und dann mit dem Wiederaufbau des Irak beginnen. Die Alliierten wollten dem irakischen Volk helfen und bemühten sich, Opfer unter der Zivilbevölkerung nach Möglichkeit zu vermeiden, sagte Powell. Dies sei jedoch nicht immer möglich, räumte er ein.

Pläne für Nachkriegsordnung
Davor hatte Powell in einem Interview mit mehreren ausländischen Fernsehsendern in Washington gesagt, die USA setzen in ihren Plänen für eine Nachkriegsordnung für den Irak auf eine enge Einbindung der UNO. Ein UNO-Koordinator solle der neu zu bildenden Übergangsregierung aus Irakern zur Seite gestellt werden, sagte Powell.

Nach dem Sturz der Regierung von Saddam Hussein wollten die Alliierten zunächst schnellst möglich eine Interimsregierung aus Einheimischen einsetzen, die "den Kern einer neuen Regierung bilden und wachsenden Einfluss auf die Funktionen" des Staats ausüben solle. Nach Bildung dieser Übergangsregierung solle der UNO-Koordinator seine Arbeit aufnehmen. "Wir alle wissen, dass es dabei eine Rolle für die Vereinten Nationen geben muss", so der US-Außenminister.

27.3.2003 08:09