Bush und Blair geben Krieg keinen Zeitrahmen vor
- "Krieg endet, wenn Krieg endet" - erst nach Sieg über Saddam
- PLUS: Alle Informationen zur Offensive im Irak (Kasten rechts)!
·Sieben Tote
US-Kampfjet & Helikopter zerstört
·Kurden-Vorstoß
Irakische Soldaten weichen zurück
·Unfall-Tote
3 US-Soldaten ster- ben bei Heli-Crash!
·Irak-BILDER
170.000 Kunst-werke sind verloren
·Opfer im Irak
350 Zivilisten tot - 1.000e verletzt
US-Präsident George W. Bush hat sich nach einem Treffen mit dem britischen Premierminister Tony Blair erneut siegesgewiss gezeigt. Die Truppen beider Länder machten jeden Tag neue Fortschritte, sagte Bush auf einer Pressekonferenz auf seinem Landsitz Camp David.
Zugleich sprach er sich für eine schnelle Wiederaufname des UNO-Programms "Öl für Lebensmittel" aus. Blair sagte: "Saddam Hussein und sein verhasstes Regime werden entmachtet." Bush und Blair ließen sich vom Pentagon über den Verlauf der ersten Kriegswoche unterrichten.
Zum Programm "Öl für Lebensmittel" sagte Bush: "Dieses dringende humanitäre Thema darf nicht politisiert werden." Der UNO-Sicherheitsrat solle Generalsekretär Kofi Annan die Vollmacht geben, den Menschen, die am dringendsten Lebensmittel benötigten, diese auch zu geben. Auch Blair sprach sich für die Wiederaufnahme des Programms aus.
Der britische Premier sagte, das erste Treffen mit Bush seit Kriegsbeginn habe sich stark mit der humanitären Hilfe beschäftigt. Das Hauptziel müsse derzeit aber ein militärischer Sieg sein. Blair wollte am Donnerstag in New York auch mit Annan zusammentreffen. Bush und Blair kündigten an, sie wollten sich um Resolutionen der Vereinten Nationen für die humanitäre Hilfe und eine neue Nachkriegsordnung bemühen.
Bush bekräftigte vor der Presse, der Plan zu einem Frieden zwischen Israel und den Palästinensern solle bald veröffentlicht werden. Die USA und Großbritannien seien einer Friedensregelung fest verpflichtet. Rund 60 Prozent der 22 Millionen Iraker sind auf die Nahrungsmittelhilfe des UNO-Programms angewiesen. Seit 1996 fließen die Erlöse aus dem Export einer begrenzten Menge von Rohöl in Nahrungsmittel und Medikamente für die Bevölkerung. Diese Hilfe kam mit Beginn des Krieges jedoch zum Stillstand.
Rumsfeld lehnt Waffenstillstand ab
US-Verteidigungsminister Donald Rumsfeld hat einen Waffenstillstand im Irak-Krieg entschieden abgelehnt. Die Militäraktionen würden erst dann gestoppt, wenn der irakische Präsident Saddam Hussein entmachtet sei, sagte Rumsfeld am Donnerstag vor dem Bewilligungsausschuss des Senats. Dort wurde der Minister auf Berichte angesprochen, wonach Frankreich oder ein anderes Land die Vereinten Nationen dazu drängen könnten, eine Waffenruhe zu unterstützen. Rumsfeld sagte dazu: "Ich habe keine Ahnung, was irgendein Land vorschlagen könnte, aber es wird keinen Waffenstillstand geben." Frankreich gehört zu den schärfsten Kritikern des von den USA geführten Krieges gegen den Irak.
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