Saddam Hussein leitet Sitzung der Führungsriege
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"Werden Freiheit bringen und siegen"
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Der irakische Staatschef Saddam Hussein hat am Donnerstag laut dem staatlichen Fernsehen eine Sitzung der militärischen und politischen Führung geleitet. Der Staatschef habe seine engsten militärischen Vertrauten und sein Kabinett um sich versammelt, berichtete das Fernsehen.
An dem Treffen hätten unter anderen der jüngste Sohn des Staatschefs, Kusai, Vizepräsident Taha Yassin Ramadan und Vize-Regierungschef Tarik Aziz teilgenommen.
Saddam wankt noch lange nicht
Etliche Erwartungen oder zumindest Hoffnungen der USA vor dem Irak-Krieg haben sich in den ersten Kriegstagen nicht erfüllt. Weder sind die irakische Soldaten in Massen desertiert, noch haben sich führende irakische Politiker beim ersten Anzeichen für Schwierigkeiten von Staatschef Saddam Hussein abgesetzt. Und die Unterstützung der Türkei beim Aufbau einer zweiten Front im Norden gab es auch nicht. Als Folge wachsen die Unsicherheit und die Risiken mit dem Näherrücken der Schlacht um Bagdad.
"Ich bin mir nicht sicher, ob wir geglaubt hätten, dass eine Horde Banditen in Zivilkleidung umherfährt und Chaos anrichtet", erklärte am Dienstag der republikanische Senator und Vorsitzende des Geheimdienstausschusses, Pat Roberts, in Bezug auf die Angriffe irakischer Guerillagruppen auf US-Truppen. Der Kriegsverlauf lässt sich einfach nicht planen, so sehr dies die Strategen im Pentagon auch versuchen, wie Roberts und andere Politiker betonen.
Aber auch einige Befürchtungen der USA wurden nicht wahr. So gab es bisher keine Angriffe mit chemischen Waffen, es wurden keine Dämme zerstört, und auch die Ölfelder wurden nicht in großem Umfang in Brand gesetzt. Und bisher haben die US-Truppen auch keine chemischen oder biologischen Waffen oder Scud-Raketen gefunden, von denen die US-Regierung erklärt hatte, dass der Irak sie besitzen würde.
Irakische Bevölkerung revoltiert nicht
Auch die irakische Bevölkerung erfüllte bisher nicht die von den USA in sie gesetzten Erwartungen. Vor nicht einmal zwei Wochen erklärte noch Vizepräsident Dick Cheney, die US-Regierung glaube, dass die Irakis die USA als "Befreier" begrüßen würden. Mit Jubel wurden die US-Truppen noch nirgends empfangen. Ein Grund kann sein, dass sich die Menschen noch nicht sicher sind, wer gewinnt, ein anderer kann aber einfach auch die Tatsache sein, dass sie den Einmarsch der US-Truppen in ihr Land keineswegs begrüßen. Berichte über einen Aufstand in Basra sind bisher der einzige Hinweis auf eine Rebellion gegen Saddam Hussein.
Auch die irakische Führung steht noch zu Saddam Hussein. Erklärte US-Verteidigungsminister Donald Rumsfeld noch am Tag nach den ersten Luftangriffen, er hoffe doch stark, dass Saddams Getreue überlaufen würden, um die "volle Wucht des Krieges" zu vermeiden, so sagte er am Dienstag (Ortszeit): "Wir haben schon immer gesagt, dass wir nicht wissen, wie lange es dauern wird." In den ersten Kriegstagen mag es zwar den Anschein gehabt haben, dass Saddam Hussein etwas die Herrschaft über das Land entgleitet, inzwischen haben aber er und andere Politiker es mit Fernsehauftritten offenbar geschafft, die Bevölkerung und die Armee zu mobilisieren.
Schlacht um Bagdad wird Krieg entscheiden
Wahr geworden ist hingegen die Annahme, dass am Ende alles auf eine Schlacht um Bagdad hinausläuft. "Es gibt immer viele Unwägbarkeiten", sagt der Militärspezialist und frühere Armeeoffizier James Carafano. "Das Wichtigste ist, dafür zu sorgen, dass man auch bei einer falschen Annahme immer noch genügend Kräfte hat, um erfolgreich zu sein. Und es sieht so aus, als ob wir es können."
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