Mittwoch, 26. März 2003

Neue Taktik: Sicherung des Südens oberste Priorität

  • Erst dann soll Sturm auf Bagdad beginnen
  • Irakische Führung: "Vormarsch der Alliierten gestoppt"

Der Krieg im Irak läuft für die USA und Großbritannien nicht nach Wunsch. Laut einem Bericht der "New York Times" wollen die Alliierten jetzt die Grundzüge ihrer Strategie entscheidend ändern: Der Sturm auf Bagdad soll erst beginnen, wenn der irakische Süden gesichert ist. Die irakische Führung verlautete unterdessen, dass der Vormarsch der Alliierten gestoppt sei.

Einen Großangriff auf die irakische Hauptstadt werde es erst geben, wenn die Kämpfe im Süden des Landes beendet seien, berichtete die US-Tageszeitung "New York Times" am Mittwoch unter Berufung auf hochrangige US-Militärs. Die Koalitionstruppen wollten sich weiterhin auf wichtige Schaltstellen der irakischen Führung sowie deren Waffenlager konzentrieren und Häuserkämpfe vermeiden, hieß es weiter.

Irak: "Vormarsch gestoppt"
Der Vormarsch der Alliierten im Irak ist nach Angaben der irakischen Führung am Dienstag vorläufig zum Erliegen gekommen. "Sie bewegen sich nicht mehr vorwärts und wir haben sie in der vergangenen Nacht und heute Morgen angegriffen", sagte Informationsminister Mohammed Said el Sahhaf am Mittwoch vor Journalisten in Bagdad. Gleichzeitig warf er den Regierungen in Washington und London vor, sie führten die Menschen in ihren Ländern bewusst mit Berichten über angebliche Erfolge der alliierten Truppen in die Irre.

26.3.2003 13:57