Moskau sagt USA Scheitern im Irak voraus
- Iwanow: UNO muss Irak-Belange von USA übernehmen
- 74 Prozent der Russen wünschen Niederlage der USA im Irak
·Sieben Tote
US-Kampfjet & Helikopter zerstört
·Opfer & Chaos
Bilder aus dem zerstörten Viertel
·Guerrilla-Krieg
Verwirrspiel in der irakischen Wüste
·Unfall-Tote
3 US-Soldaten ster- ben bei Heli-Crash!
·Saddam-Rede
'Bekämpft sie mit Clans & Stämmen'
·Mitreden!
Diskutieren Sie mit anderen Usern!
Russland hat den USA ein Scheitern im Irak vorausgesagt und betrachtet es als seine wichtigste Aufgabe, die Krise in den Zuständigkeitsbereich der Vereinten Nationen zurückzuführen. Der gegenwärtige Versuch von Amerikanern und Briten, die Regierung eines souveränen Staates zu stürzen, sei "illegal und zum Scheitern verurteilt", sagte der russische Außenminister Igor Iwanow. 74 Prozent der Russen stimmen ihrer Führung laut einer neuesten Umfrage zu.
Bei der Offensive gehe es nicht darum, den Irak zu demokratisieren, sondern um die "völlige Zerstörung" des Landes. "Die Fortsetzung der Kriegshandlungen wird negative Folgen für die USA selbst haben".
"Die USA stellen den Krieg als Triumphzug zur Befreiung des irakischen Volkes bei minimalen Opfern und Zerstörungen dar. Es wird schon jetzt immer deutlicher, wie weit diese Sicht von der Realität entfernt ist", sagte Iwanow. Russland habe von den USA Erklärungen zum "rechtlichen Rahmen" des Krieges gefordert, aber keine Antwort erhalten. Die USA und Großbritannien hätten wiederholt ihr Kriegsziel geändert; zuerst hätten sie den Irak entwaffnen wollen, dann einen Regierungswechsel gefordert, und "jetzt reden sie über die Demokratisierung des Landes", so der russische Außenminister.
"Handlungen von USA & GB rechtswidrig"
Die Arbeit der UNO-Waffenkontrollore sei nach russischer Auffassung "lediglich provisorisch eingestellt". Nur die internationalen Inspektoren könnten "objektiv beurteilen, ob der Irak über Massenvernichtungswaffen verfügt, und überprüfen, ob Bagdad derartige Waffen tatsächlich einsetzen kann", betonte Iwanow. "Alle Beteuerungen von Washington und London, die Kampfhandlungen im Irak seien gerecht, entbehren jeder Grundlage. Sie haben keine rechtliche Grundlage für den Krieg, und ihre Handlungen sind gesetzwidrig", fügte er hinzu. Der gegen alle Völkerrechtsnormen entfesselte Krieg habe inzwischen den Rahlen eines "begrenzten Konflikts" gesprengt.
74 Prozent der Russen wünschen Niederlage der USA
74 Prozent der Russen wünschen sich einer Umfrage zufolge eine Niederlage der USA im Irak-Krieg. Nur 13 Prozent der Befragten würden den USA einen Sieg gönnen, wie aus der am Mittwoch veröffentlichten Umfrage des Instituts Vtsiom hervorgeht. Nur fünf Prozent der Russen sind demnach auf der Seite der USA, dagegen sympathisieren 45 Prozent mit den Irakis. 46 Prozent mochten sich bei der Befragung auf keine Seite schlagen.
Über die Beweggründe der USA für ihren Einmarsch im Irak waren sich die 1600 Befragten weitgehend einig: 90 Prozent meinten, Washington handle nur aus Eigeninteresse, nur vier Prozent äußerten, es gehe den USA um die Interessen der internationalen Gemeinschaft. 48 Prozent der Russen unterstützen laut Umfrage die Verurteilung des US-Kriegskurses durch ihre Regierung; 33 Prozent würden es lieber sehen, wenn Moskau sich aus der Krise heraushalten würde.
Familiendrama in St. Pölten15:23
Bluttat: Bub ist totÄrzte kämpften erfolglos: Achtjähriger Bub nach Kopfschuss gestorben
