Alliierte wollen heute Stellungen bei Bagdad beziehen
- Ex-General: Bei Kampf um Bagdad bis zu 3.000 Tote
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170.000 Kunst-werke sind verloren
Aus britischen Verteidigungskreisen verlautete, dass die alliierten Truppen noch am Dienstag auf ihrem Marsch nach Bagdad erste Stellungen außerhalb der irakischen Hauptstadt beziehen wollen. Trotz des heftigen Sandsturms, der in den Kampfgebieten tobt, würden die Stellungen in einem nächsten Schritt dann gefestigt, hieß es.
Die Truppen sind etwa hundert Kilometer südlich von Bagdad auf erste irakische Eliteeinheiten getroffen. Es gebe keine Pläne, die Luftangriffe auf Irak zu einem regelrechten Bombenteppich auszuweiten, hieß es in den Kreisen weiter. Da es im Norden der Stadt keine Front gebe, sei mit verstärkter Gegenwehr der irakischen Kräfte im Süden zu rechnen. Truppenstationierungen an der Grenze des Irak zu Iran seien eine Vorsichtsmaßnahme, hieß es weiter. Man rechne nicht mit einer Bedrohung.
Ex-General: 3.000 Tote bei Angriff auf Bagdad
Ein ranghoher Kommandant der US-Armee im Golfkrieg 1991, General Barry McCaffrey, hält in einem Kampf um Bagdad bis zu 3.000 Opfer auf Seiten der USA und Großbritanniens für möglich. "Es wird ganz klar eine brutale, gefährliche Arbeit und wir könnten, offen gesagt, weniger oder bis zu 3.000 Opfer erleiden", sagte der General im Ruhestand der BBC. Er warf US-Verteidigungsminister Donald Rumsfeld vor, den Konflikt falsch eingeschätzt und zu wenig Truppen entsandt zu haben.
Zu wenige Soldaten?
Militärexperten warnten vor unnötigen Risiken in der US-Kriegsstrategie. Die Invasionsarmee der USA und Großbritanniens sei im Vergleich zur irakischen Armee klein - ein Dutzend irakischer Divisionen von je rund 15.000 Soldaten stünden zwei US-Divisionen gegenüber. "Kann die Überlegenheit in der Luft das ausgleichen? Wir werden sehen", sagte Loren Thompson vom Lexington Institute. Experten kritisierten auch, die Nachschublinien der Truppen seien verwundbar. Am Sonntag war ein Nachschubkonvoi der Armee unter Beschuss irakischer Kämpfer geraten, nachdem der Konvoi offenbar in der Nähe von Nassirija falsch abgebogen und seinen Weg verfehlt hatte. Zwölf US-Soldaten werden vermisst.
GB: Keine Truppenverstärkungen
Großbritannien plant nach Angaben des Kommandanten des britischen Kontingents am Golf, Luftmarschall Brian Burridge, keine Truppenverstärkungen im Irak-Krieg. Burridge sagte am Dienstag dem britischen Rundfunksender BBC, dem Krieg müsse Zeit eingeräumt werden. Ein schneller Sieg sei nie vorhergesagt worden. Die amerikanischen Truppen und ihre britischen Verbündeten sind bei ihrem Vormarsch auf Bagdad im Süden des Landes auf teilweise heftigen Widerstand gestoßen.
Howard erwartet "extrem schwierigen" Kampf
Der australische Regierungschef John Howard erwartet rund um Bagdad schwere Gefechte zwischen irakischen Truppen und vorrückenden alliierten Verbänden. "Die nächste Phase der Operationen gegen die (Eliteeinheit) Republikanische Garde außerhalb Bagdads wird sehr intensiv und extrem schwierig", sagte Howard am Dienstag. Niemand solle die Heftigkeit der Gefechte unterschätzen. Australien ist mit 2000 Soldaten am Krieg gegen den Irak beteiligt, 150 gehören der Elitetruppe Special Air Services (SAS) an.
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